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Vom Bufdi zum Arzt: Diesen Weg will Markus Weber (rechts) mit Hilfe von Dennis Behrendt (links) beschreiten.

Bundesfreiwilligendienst beim BRK

Ein ganzes Jahr zur Orientierung

Seit einem Jahr arbeitet Markus Weber im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes beim BRK Dachau. In der Rettungswache Gröbenried verstärkt er unter der Leitung von Dennis Behrendt den Rettungsdienst.

Gröbenried – Markus Weber machte 2017 das Abitur am Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau. Weil er gerne Medizin studieren möchte, entschloss er sich zunächst für eine Bewerbung beim BRK-Kreisverband. Das ehrenamtliche Engagement wirkt sich positiv auf den Numerus Clausus und somit auf die Wartezeit auf den Studienplatz aus. „Den Bundesfreiwilligendienst habe ich als gute Möglichkeit gesehen, die Zeit sinnvoll zu nutzen“, so Markus Weber.

Neben der Tätigkeit als Fahrer des Krankentransportwagens bekommt Markus Weber beim BRK auch einen Einblick in die anderen Tätigkeitsfelder, wie den Hausnotruf. Der Leiter Rettungsdienst Dennis Behrendt erläutert: „Es ist uns wichtig, unseren Bundesfreiwilligendienstleistenden neben dem Rettungsdienst auch das ganze Leistungsspektrum im sozialen Bereich nahe zu bringen.“

Um die Tätigkeit im Rettungsdienst ausführen zu können, absolvierte Markus Weber eine vierwöchige rettungsdienstliche Ausbildung und im Verlauf eine Weiterbildung zum Rettungssanitäter. Zusätzlich machte er den Lkw-Führerschein und darf jetzt auch den Rettungswagen bei Notfalleinsätzen fahren. Vergütet wird seine Tätigkeit mit einem Taschengeld und einem Essenzuschlag.

Neben Markus Weber arbeiten noch Florian Mair und Sarah Häußler im Bundesfreiwilligendienst beim Rettungsdienst des BRK Dachau. Lara Maly-Motta absolviert dazu ein Freiwilliges Soziales Jahr. Seit Dezember 2017 ist Dennis Behrendt auch stellvertretender BRK-Kreisgeschäftsführer. „Junge Menschen sind uns wichtig“, betont er. „Sie sind eine wichtige Säule in der Rotkreuzarbeit und bekommen eine hervorragende Gelegenheit zu einem guten Start in das Berufsleben. Es ist wertvoll, nach der Schule ohne Leistungsdruck zu prüfen, welche berufliche Richtung man einschlagen möchte“, erläutert Dennis Behrendt.

Markus Weber beendet seinen Dienst beim BRK-Rettungsdienst im September. „Es war eine tolle Zeit. Ich habe von meinen Kollegen viel gelernt.“ Markus Weber hat das eine Jahr beim BRK so gut gefallen, dass er weiterhin hauptamtlich im Rettungsdienst arbeiten wird, auch um seine Wartezeit auf einen Studienplatz in Medizin sinnvoll zu überbücken. Seine Entscheidung, Arzt werden zu wollen, hat sich durch die neuen Erfahrungen noch verfestigt. Auch Sarah Häußler und Florian Mair bleiben beim BRK und machen eine Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Für September sind noch Bufdi-Stellen frei und Bewerber jederzeit willkommen. Der Bundesfreiwilligendienst kann beim BRK Dachau in den Bereichen Rettungsdienst, Fahrdienst, Kindertagesstätten und Breitenausbildung absolviert werden. Infos unter Telefon 0 81 31/3 66 30.

dn

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