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Bunt gemischtes Publikum: Von 18 bis 60 reichte das Alter der „Pool Pop“-Besucher. 

Pool Pop im Familienbad

Plantschen und tanzen

Die Premiere ist endlich geglückt: Nachdem es vergangenes Jahr ins Wasser gefallen war, stieg heuer endlich das erste „Pool Pop“ im Familienbad. 

Dachau1200 Gäste haben beim ersten „Pool Pop“-Open Air ein Win-win-Situation erlebt – sollten die Prophezeiungen von OB Florian Hartmann in Erfüllung gegangen sein. „Jeder, der schon einmal auf einem Musikfestival war, während die Sonne so richtig runtergebrannt ist, hat sich einen Pool zum Abkühlen gewünscht. Und einige Besucher werden sich beim Planschen hier im Freibad schon gedacht haben, dass so ein bisschen Musik nicht schlecht wäre“, sagte der OB zur Eröffnung.   

Die Stadtwerke wollten schon 2016 ein Pool Pop veranstalten, doch ist das Festival ins Wasser gefallen. Umso glücklicher waren die Organisatoren in diesem Jahr. Vanagon Drive, BadCats, Just Chanpero und Mama Makes Coffee animierten die Besucher mit Country, Reggae, Hip Hop, Pop und Rock zum Tanzen, Mitsingen oder Mitwippen. Von 16-jährigen Teenagern über Familien mit Kindern bis hin zu Ü50- Gruppen war das Publikum bunt durchgemischt.

Das Ehepaar Simon und Alexandra aus Röhrmoos war wegen der Musik gekommen, ihr Badezeug blieb zuhause. „Wir waren früher schon auf Konzerten von BadCats und wollten sie heute wieder sehen“, erklärt Simon (50). „Wir finden die Idee super, finden die Stimmung und die Atmosphäre toll“, sagt er weiter. Doch er habe mehr Besucher erwartet. Tatsächlich verlief der Einlass ohne Schlangen, Parkplätze gab es auch noch um 18 Uhr.

Auch die Organisatoren hatten mehr erwartet, bis zu 4000 Besucher hätten sie reingelassen. Doch die Stadtwerke sind zufrieden. „Wir haben nur positives Feedback bekommen. Es war gerade für Familien mit Kindern ein schönes Festival“, schloss Barbara Kern, Abteilungsleiterin Bäder der Stadtwerke.  

„Dass es nicht so voll ist, finden wir vor allem für Familien sehr angenehm“, sagt auch Familienvater Jan Falckenberg. Einen Kritikpunkt gab es von seiner Begleitung: „Die Veranstaltung im Internet zu finden, war schwierig.“

Tatsächlich gab es ein paar enttäuschte Freibadbesucher am Eingang, als sie erfuhren, dass der Eintritt wegen eines Festivals an diesem Tag acht Euro kostet. Einige zahlten, andere zogen weiter.

Das Bad war am Freitag nur bis 12 Uhr geöffnet, weil für das Festival alles aufgebaut werden musste. Wegen der hohen Auflagen waren 40 Security-Mitglieder, zwölf BRK-Ehrenamtliche sowie neun von der Wasserwacht und 18 Stadtwerke-Mitarbeiter vor Ort, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und im Notfall helfen zu können. Nötig wurde dies nicht. „Es gab nur einen internen Zwischenfall“, erzählt Kern. Ein Ehrenamtlicher sei an der Rutsche so unglücklich gestürzt, dass er sich die Schulter ausgerenkt habe.

„Die Atmosphäre am Pool war aber so gut, dass wir ihn länger als geplant geöffnet hatten“, sagt Kern. Am nächsten Tag ab 12 Uhr lief wieder alles wie gewohnt im Freibad: nur Plantschen, keine Musik. Die wünschte sich der ein oder andere. Doch da müssen die Besucher Geduld haben. „Wir können uns durchaus vorstellen, das wir das Pool Pop alle zwei Jahre veranstalten“, gibt Barbara Kern bekannt.

mik

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