Registrierung bei Kontaktnachverfolgungs-App ab dieser Woche möglich

Mehr Freiheit dank „Luca“

Dachau – Der Landkreis Dachau ermöglicht die Nutzung der Luca-App zur Kontaktverfolgung im Rahmen der Corona-Hygienekonzepte. Ab dieser Woche, so heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes, können sich Einzelhandel, Gastronomie, Gewerbe und Veranstalter bei der Luca-App registrieren und so zur aktiven Pandemiebekämpfung beitragen.

Per QR-Code werden die Daten erfasst und im Infektionsfall vom Gesundheitsamt ausgelesen.

Voraussetzung war, dass zum einen der Freistaat die Lizenz für die App erworben hat, so dass deren Nutzung für Bürger, teilnehmende Unternehmen und Organisationen kostenlos ist, sowie zum anderen, dass die Freischaltung des Gesundheitsamtes durch den App-Betreiber nun erfolgt ist.

Damit können im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2 schnell und umfassend Kontakte zur Nachverfolgung an das Dachauer Gesundheitsamt weitergeben und so die die Ausbreitung des Virus wirksam gestoppt werden. Langfristig könnten mithilfe dieser digitalen Lösung „Öffnungen schneller ermöglicht werden, da die Kontaktnachverfolgung für das Gesundheitsamt erheblich erleichtert wird, indem die Zettelwirtschaft mit unleserlichen Handschriften oder Fake-Namen abgelöst wird“.

Die für Smartphones auf Android- und iOS-Basis kostenlos verfügbare App bietet eine schnelle und lückenlose Kontaktnachverfolgung, erstellt automatisch eine persönliche Kontakt- und Besuchshistorie und ermöglicht im Infektionsfall eine verschlüsselte und sichere Kontaktdatenübermittlung an das Gesundheitsamt.

Völlig vom Tisch ist derweil die Landkreis-Förderung der „Darfichrein“-App. Noch am 22. März hatten die Verantwortlichen im Landratsamt im Rahmen einer Pressekonferenz diese vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga und von der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) entwickelte Lösung zur Kontaktnachverfolgung zu ihrem Favoriten erklärt (wir berichteten). Die Luca-App, betonte Landrat Stefan Löwl damals, habe einfach noch zu große Schwächen, „sie kann noch nicht alles“. Noch am 1. April gab es zudem eine Pressemitteilung aus dem Landratsamt, in der erklärt wurde, dass sich der Landkreis für die „Darfichrein“-App „entschieden hat“, weil „hier der Support und die Schnittstellen am weitesten fortgeschritten sind und einige Gastronomiebetriebe im Landkreis dieses System bereits nutzen“. Daher werde der Landkreis Betrieben aus Gastronomie, Kultur und Sport kostenfreie „Darfichrein“-Lizenzen anbieten.

Dieses Angebot gilt nun aber nicht mehr, wie Landratsamtssprecher Wolfgang Reichelt betont. Eine derart „konkrete und zeitnahe Festlegung“ auf die Luca-App sei nicht absehbar gewesen, die noch vor zwei Wochen zugesagte Förderung der Lizenzkosten für die „Darfichrein“-App werde somit zurückgenommen.

Die Registrierung

der Luca-App erfolgt über https://www.luca-app.de/locations. Weitere Informationen zu dem Thema findet man auch online unter www.stmd.bayern.de/themen/kontaktnachverfolgungs-app.

Stefanie Zipfer

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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