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800 Euro Schaden richteten Unbekannte an dieser Glastüre an.

Randalierer in Dachau-Ost

Randalierer zertrümmern Haustür

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Randalierer treiben in Dachau-Ost entlang der Würm gerade ihr Unwesen. So haben Unbekannte mit Eisbrocken das Glas einer Haustür eingeschmissen. Es war nicht der erste Vorfall in dem Gebiet.

Dachau – Erwin Bleibinger, 60, ist wütend. Er ging wie jeden Tag morgens nach draußen, um seine Tageszeitung zu holen. Als er aber die Tür seines Hauses in der Schroppenstraße öffnet, steht er in einem Meer aus Scherben. Die äußere Scheibe seiner doppelglasigen Haustür ist zertrümmert, die Glassplitter breiten sich zu seinen Füßen aus. Dazwischen liegen Eisklumpen. Vermutlich wurde die Glasscheibe damit eingeworfen.

Erwin Bleibinger ist Opfer von Randalierern geworden. Den Zeitpunkt der Tat kann er ziemlich genau eingrenzen: „Es muss so zwischen 21 und 21.30 Uhr gewesen sein“, berichtet er. Da habe er einen lauten Schlag gehört. „Im ersten Moment dachte ich, dass meine Mutter, die im Erdgeschoss lebt, vielleicht gestürzt ist, aber der ging es gut.“ Nach draußen – um der Ursache des Knalls auf den Grund zu gehen – ging er aber nicht. Weil die innere Scheibe seiner Haustüre unversehrt ist, sieht er den Schaden, den die Randalierer angerichtet haben, erst am folgenden Morgen.

Die Kosten für die Reparatur der Haustür werden sich voraussichtlich auf 800 Euro belaufen. „Das Geld bekomme ich ja von der Versicherung, darum geht es mir nicht“, sagt Bleibinger. Was ihn aufregt: Es ist nicht das erste Mal, dass in der Nachbarschaft von Unbekannten randaliert wurde! Erwin Bleibinger selbst war bereits mehrfach betroffen. „Im Oktober haben sie zwei Mal meinen Autoanhänger umgeworfen, bis auf eine Delle an der Radabdeckung ist aber nichts passiert.“ Den ersten Vorfall meldete er gar nicht, beim zweiten Mal rief er die Polizei. Die Ermittlungen wurden jedoch wegen Geringfügigkeit eingestellt, die Täter blieben unbekannt. Genauso wie die Vandalen, die eine Briefbox der Post in die Würm geworfen hatten.

Erwin Bleibinger ist sich dennoch sicher, wer dahinter steckt: feierwütige Jugendliche und junge Erwachsene, die den schön ausgebauten Weg entlang der Würm zum Feiern und Trinken nutzen würden.

Diese Plätze sind der Polizei bekannt. „Da kontrollieren wir auch regelmäßig“, bekräftigt Polizeisprecher Günter Findl. Erwin Bleibinger äußert für die Jugendlichen Verständnis: „Wir waren alle mal jung, und ich habe auch kein Problem damit, am Morgen die Schnapsflaschen von der Straße wegzuräumen.“ Der Vandalismus gehe allerdings zu weit. „Meine Altersteilzeit habe ich mir definitiv anders vorgestellt, als die ganze Zeit auf mein Haus aufzupassen“, sagt der 60-Jährige. Viel lieber würde er die Zeit für sinnvolle Dinge nutzen, wie für seine Tätigkeit als Schulweghelfer, die er seit einigen Jahren ehramtlich ausübt.

Der Polizei ist dieses Gebiet nicht als Einsatzschwerpunkt in Sachen Vandalismus bekannt, wie Findl erklärt. Diese Fälle verteilten sich relativ gleichmäßig über das Stadtgebiet. In den vergangenen Monaten habe es eher in der Münchner Straße und in der Altstadt Vandalismus gegeben. Auch den Verdacht Bleibingers bezüglich der Jugendlichen kann Findl nicht bestätigen. Verstärkte Kontrollen seien nicht angedacht, denn: „Wir sind dort von Haus aus schon verstärkt mit Streifen unterwegs.“

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