Zwei Männer mit Masken und Geschenken in den Händen.
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Landkreisverdienstmedaille in Silber: Albert Herbst (rechts) mit Landrat Stefan Löwl.

Hohe Auszeichnungen für Albert Herbst und Dr. Monika Baumgartner-Schneider

Mit Rad und Tat zum Wohle der Landkreisbevölkerung

  • Thomas Zimmerly
    vonThomas Zimmerly
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Sie wussten vorher nichts: Schulexperte Albert Herbst und Dr. Monika Baumgartner-Schneider, Chefin des Gesundheitsamtes Dachau, erhielten die Landkreismedaille.

Dachau – Weil vieles, was den Landkreis Dachau lebenswert macht, seine Handschrift trägt, hat der Verkehrs- und Schulexperte im Landratsamt Dachau, Albert Herbst, die Landkreisverdienstmedaille in Silber erhalten. Weil sie eine herausragende Leistungsbereitschaft zeigt, über enorme Fachkenntnis verfügt und sich überaus für die Menschen im Landkreis einsetzt, hat die Leiterin der des Dachauer Gesundheitsamts Dr. Monika Baumgartner-Schneider die Landkreisverdienstmedaille in Bronze erhalten. Beide Geehrten waren ebenso überrascht wie angetan, als sie Landrat Stefan Löwl vor dem versammelten Kreistag auszeichnete.

Als Albert Herbst gleich zu Beginn der Sitzung gebeten wurde, auf die Bühne des Bürgerhauses Karlsfeld zu kommen, tat er dies mit den von im gewohnten elastischen Schritten, der obligatorischen Akte unter dem Arm und fragendem Blick. Der Leiter Zentrale Angelegenheiten im Landratsamt, Gerd Müller, sah es an diesem Tag als seine zentrale Angelegenheit an, Herbst die Akte, die dieser festgeklemmt hielt, zu entreißen und seinem Kollegen im Landratsamt einen Stuhl anzubieten. Nachdem sich Herbst gesetzt hatte, setzte Landrat Löwl zu einer bemerkenswerten Laudatio an – übrigens geschrieben von Müllers Vorgänger im Amt, Gerhard Weber.

Herbst begann 1977 seine Ausbildung beim Landratsamt. Er wirkte in der Kämmerei, war bald – und ist es noch heute – Leiter des Sachgebiets Entwicklung und Betreuung der Kreiseinrichtungen. Der Geehrte forcierte maßgebend den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Ohne Herbst keine Elektrifizierung der S-Bahn nach Altomünster, um nur ein Beispiel zu nennen. „Es dürfte auch kaum eine Bushaltestelle im Landkreis geben, die er nicht kennt und in seiner Freizeit mit dem Fahrrad abgefahren hat“, sagte Löwl. Kein Wunder, strampelt Herbst mehrere Tausend Kilometer im Jahr „auf seinem Hightech-Fahrrad, natürlich ohne Elektroantrieb“.

Die zweite große Säule des Herbstlichen Wirkens: die Schulentwicklungsplanung des Landkreises. Diese habe der neue Träger der Landkreisverdienstmedaille in Silber „die letzten 30 Jahre mehr als maßgeblich beeinflusst und mitgestaltet“, so Löwl.

Herbst selbst meinte, „ich bin sehr überrascht über die Auszeichnung, aber ich freue mich ungemein“. Den Kreisräten, mit denen er stets ein „gutes Miteinander“ pflege, rief er zu: „Kommen Sie zu mir, rufen Sie mich an!“

Landkreisverdienstmedaille in Bronze: Dr. Monika Baumgartner-Schneider mit Landrat Stefan Löwl.

Dr. Monika Baumgartner-Schneider betrat nach Herbst die Bühne – ohne Akten, aber mit einem Lächeln, ahnte sie doch, dass auch ihr Angenehmes widerfahren würde. Gerd Müller musste ihr lediglich den richtigen Stuhl zuweisen. Nach dem Platz nehmen erfuhr Baumgartner-Schneider, dass sie die Landkreisverdienstmedaille in Bronze ab sofort ihr eigen nennen durfte, denn viele Menschen im Landkreis würden ihr „sprichwörtlich ihr Leben, ihre Gesundheit oder zumindest das gute Gefühl verdanken, hier im Landkreis und gerade in diesen herausfordernden Zeiten, in guten und kompetenten Händen zu sein“, so der Landrat bei der Lobrede.

„Schier Unmögliches“ geleistet in der Pandemie

Die in Dachau geborene Ärztin arbeitet seit 2000 im Landratsamt und ist seit August 2019 Leiterin des Gesundheitsamtes. Während der Corona-Pandemie habe Baumgartner-Schneider „unermüdlich und mit hohem persönlichen Einsatz sowie einer großen Verantwortung die Pandemiebekämpfung“ geleitet. Obwohl man ihr und ihren Mitarbeitern „schier Unmögliches“ abverlangt habe, habe sie in der ganzen Zeit das nötige Gespür sowie Führungsfähigkeit und -stärke bewiesen sowie kühlen Kopf bewahrt, meinte Löwl über die „anerkannte Expertin und Beraterin im Landtag“.

Dr. Monika Baumgartner-Schneider selbst lobte ihr Team im Landratsamt, bevor sie nachdenklich wurde. „Im Sommer“, sagte sie, „haben wir nicht mehr so die Zustimmung in der Bevölkerung gehabt“. Das sei bis hin zu Beleidigungen gegangen, so die Gesundheitsamtschefin, die diesbezüglich ihren Chef lobte, der „sich immer vor uns gestellt hat“. THOMAS ZIMMERLY

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