Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Überlaufende Müllbehälter sind neben dem Spielplatz am Bahnhof keine Seltenheit.

Müll am Spielplatz an Dachaus Bahnhofrückseite 

Partymeile Spielplatz

Dachau - Müll auf Spielplätzen, das ist ein immer wieder kehrendes Problem. Weniger, weil kleine Kinder so viel Abfall produzieren, sondern vielmehr, weil so mancher Spielplatz abends zur Partymeile wird. Etwa der auf der Bahnhofrückseite in Dachau.

Leere Bier- und Schnapsflaschen, McDonalds-Verpackungen und ähnlicher Müll – all das hat nichts auf einem Kinderspielplatz verloren, findet Florian Wilke aus Dachau. Er beobachtet die Situation auf dem Spielplatz östlich des Dachauer Bahnhofs schon seit einigen Wochen. Häufig wurden die Mülleimer am Spielplatz und in der näheren Umgebung die ganze Woche lang nicht ausgeleert, und in den Abendstunden halten sich auf dem Spielplatz mehr Jugendliche als Kinder auf, viele mit einer Bierflasche in der Hand, so seine Beobachtung.

Dreimal hat Wilke wegen dieser Probleme schon beim städtischen Bauhof und der Polizei angerufen. „Doch jedes Mal die gleiche Ausrede: Immer und überall Personalknappheit. Dann sollten sie doch einfach mal mehr Leute einstellen“, beschwert sich Wilke.

Von Personalknappheit wollen allerdings beide Institutionen auf Nachfrage nichts wissen. „Wenn gerade ein größerer Einsatz anderswo ist, kann es natürlich schon etwas dauern, bis eine Streife kommen kann. Aber wenn eine Beschwerde vorlag, ist etwas später bestimmt noch mal ein Streifenwagen dort vorbeigefahren“, versichert Stefan Reichenbächer von der Polizeiinspektion Dachau. „Wir haben nämlich durchaus die Möglichkeit, solche Leute auch des Spielplatzes zu verweisen, wenn sie sich nicht angemessen benehmen“, erklärt Reichenbächer. 

Auch Ariane Jungwirth vom Dachauer Stadtbauamt zeichnet ein anderes Bild: „Die Mülleimer am Spielplatz und in der näheren Umgebung werden immer zweimal pro Woche entleert, entweder von uns selbst oder von einer externen Firma. Außerdem finden regelmäßige Kontrollgänge statt. Und bei Beschwerden wird auch außerplanmäßig aufgeräumt.“

Das hartnäckige Nachhaken von Wilke hatte schließlich auch Erfolg: „Man muss ihnen lassen, dass einen Tag später tatsächlich fast alle Mülleimer leer waren“, sagt er. Er hofft nun, dass sich auch nachhaltig etwas ändert: „Das ist schließlich ein Spielplatz und kein Saufgelage! Für die Kinder ist das ja auch gefährlich, wenn überall Flaschen und Zigaretten herumliegen.“

Auch Ratten will Florian Wilke bei den überquellenden Mülleimern schon gesehen haben. „Ich würde mir wünschen, dass dort öfter mal die Polizei kontrollieren würde, wer sich auf diesem Spielplatz aufhält. Denn wenn dort nur Kinder wären, würde mit Sicherheit auch nicht so viel Müll entstehen.“

sr

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