Nordkorea erneut von Erdbeben erschüttert

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Viele Besucher verfolgten das Spektakel am Unteren Markt

Dachau hat wieder einen Maibaum

Endlich! 14 Jahre mussten die Dachauer auf ihn verzichten. Jetzt steht er endlich: der Maibaum! Bei schönem Wetter konnte die Feuerwehr Dachau gestern ihren Maibaum erfolgreich am Unteren Markt aufstellen. Das Interesse war groß, entsprechend viele Besucher verfolgten das Spektakel. Unter anderem auch der Bürgermeister der Dachauer Partnerstadt Fondi.

Dachau Fast zwei Monate lang ist der Dachauer Baum rund um die Uhr bewacht worden. Zum einen von einer Alarmanlage, aber natürlich auch von den Feuerwehrlern selbst. „Jeder hat eigentlich mindestens eine bis zwei Nachtwachen geschoben, manche auch mehr. Zum Schlafen kommt man da nicht, bei jedem kleinsten Geräusch ist man hellwach“, erzählte einer der Feuerwehrler mit dem passenden Namen „Wacht“.

In der Nacht zum Maifeiertag bekamen die Männer auch noch Unterstützung von Oberbürgermeister Florian Hartmann. „Es war allerdings alles ruhig. Wir haben Brotzeit gemacht und geratscht. Geschlafen habe ich vielleicht zwei oder drei Stunden“, so das Stadtoberhaupt.

Bis das Aufstellen des Baumes geschafft war, hatte die Feuerwehr allerdings noch mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Das Pferdegespann, das den Maibaum zog, war noch gar nicht richtig in Fahrt gekommen, da brach in der ersten Kurve schon die Deichsel. „Ich habe mir gedacht, es sollte doch etwas spannend werden und habe gestern Nacht dann noch die Deichsel angesägt“, erzählte der OB augenzwinkernd.

Mit etwas Verspätung kam der Maibaum dann aber doch noch am Unteren Markt an. Doch die Probleme gingen weiter. Zuerst machte das Stromaggregat Schwierigkeiten und dann waren nicht genügend Schrauben für die Schilder da. Die untersten Holzschilder hingen bereits, doch für die obersten? Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Also wurde kurzerhand den untersten Schildern wieder jeweils eine Schraube abgenommen und damit die obersten Schilder montiert. Die fehlenden Schrauben werden so bald wie möglich beschafft, versprach die Feuerwehr.

Und dann wurde es ernst. Kranführer Theo Lachner bewies eine ruhige Hand und bugsierte den Maibaum Stück für Stück in die Vertikale. „Ach wo, nervös war ich nicht, das ist doch Alltagsgeschäft für mich“, meinte er ganz gelassen. Um 11.07 Uhr war es soweit, der Baum stand. Damit wurde, trotz der ungeplanten Zwischenfälle, der Zeitplan, den die Feuerwehr sich gesetzt hatte, eingehalten.

So wurden von den fleißigen Männern noch weitere Bänke und Tische für die zahlreichen Besucher aufgebaut, während der Baum final fixiert wurde. Der Feuerwehrler Thomas Schwind wartete bereits auf der Drehleiter, um den Baum vom Seil des Krans zu befreien.

Alles in allem war der Vorstandsvorsitzende Stefan Fichtl absolut zufrieden: „Das Wetter ist perfekt, es sind sehr viele Leute gekommen, die Stimmung ist super, was will man denn mehr? Aber mir fällt jetzt schon ein riesiger Stein vom Herzen. Wir sind sehr stolz auf unseren Maibaum!“

Und das können sie auch wirklich sein. Die 22 Schilder waren vom Dachauer Künstler Christian Maria Huber liebevoll restauriert worden. Zusammen mit Tafel, Fahnen und Kranz machen sie den sorgfältig bemalten Baum zu einem echten Blickfang, der, wie sollte es anders sein, auf der Spitze von einem Feuerwehrhelm geziert wird.

Stefanie Ritter

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