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Fröhlich und sicher über die B 471: Radler haben nun einen eigenen Radweg auf der Gröbenrieder Straße. 

Fahrbahnsanierung an der Gröbenrieder Strasse

Ein Radweg über der B 471

Fahrradfahrer können aufatmen: Endlich können sie die steile Unterführung an der B 471 im Bereich der Langwieder Straße umfahren. Denn auf der Kreisstraße DAH 12 wurde eine extra Spur für Fahrradfahrer errichtet – über der B 471.

Dachau– Der Landkreis Dachau hat die Kreisstraße DAH 12(Gröbenrieder/ Münchner Straße) im Bereich zwischen den Einmündungen Emmeringer und Langwieder Straße neu asphaltiert. Das war nötig geworden, weil die Fahrbahndecke saniert werden musste, und auch die Markierungen praktisch nicht mehr zu sehen waren. Dabei wurden die drei Fahrspuren auf zwei reduziert und die östliche Fahrspur zu einem Radweg umgebaut.

„Aufgrund der nahegelegenen Naherholungsgebiete, Waldschwaig- und Langwieder Seen, wird dieser Streckenabschnitt aber auch von zahlreichen Radfahrern genutzt“, erklärte Torsten Kohlmann vom Landratsamt Dachau. Die Tiefbauverwaltung des Landkreises hatte also die Idee, eine der drei Fahrspuren für den Radverkehr freizugeben – damit die Radler sicher über die B 471 kommen. Um abzuklären, ob zwei Spuren für Autos reichen, wurde ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Auch mit zwei Fahrspuren sind die Anschlussstellen auf die B 471 „ausreichend leistungsfähig“. Also wurde die Radspur eingeplant.

Sie befindet sich von Dachau kommend auf der linken Seite und ist für Radfahrer in beide Richtungen gedacht. „Um eine sichere Querung der Kreisstraße in Bereich der Einmündung Emmeringer Straße zu gewährleisten, wird hier in den kommenden Tagen noch eine beleuchtete Querungshilfe errichtet“, berichtet Kohlmann. Weiterhin müssen für die Abgrenzung des Radwegs zur Fahrbahn noch die entsprechenden Leitbarken montiert werden.

Bisher hatten die Radfharer die Unterführung an der Langwieder Straße nehmen müssen, wenn sie die Bundesstraße sicher queren wollten. Doch die ist: sehr steil. Lange Zeit wurde nichts gegen das Problem unternommen – zum Ärgernis vieler Radler (wir berichteten).

Blöderweise liegt die Unterführung auf Dachauer und Karlsfelder Gebiet. Doch die Gemeinde Karlsfeld teilte der Stadt Dachau in einem Schreiben mit, dass sie das Bestreben nach einem barrierefreien Umbau der Unterführung zwar begrüße und diesem Vorhaben auch zustimme, „allerdings gehören die an das Bauwerk angrenzenden Grundstücke nicht der Gemeinde Karlsfeld“. Für die Umsetzung der Baumaßnahme sei demnach der Erwerb von Flächen notwendig. Die gesamten Kosten für den Umbau müssten jedoch die Anlieger der Langwieder Straße tragen. Damit war die barrierefreie Gestaltung der Unterführung erst mal auf Eis gelegt.

Nun hat der Landkreis eine sinnige Zwischenlösung gefunden. Die Kosten für die Sanierung lagen bei 200 000 Euro, der Anteil für den Radweg bei 60 000 Euro. Eine echte Alternative zu der Problem-Unterführung.

(vm)

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