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Im Gespräch mit den Nachkommen: Die Weichser Schülerinnen Celia Kluge, Eva Richter und Alexandra Lang unterhalten sich mit den Enkeln von Josef Nieberle, Walburga Bauer-Strobel, Franz Josef Hirschbeck und Katharina Nieberle-Göpfert.

Projekt Namen statt Nummern

Schülerinnen auf den Spuren des KZ-Häftlings Josef Nieberle

Sechs Schülerinnen aus der neunten und zehnten Klasse der Theresia-Gerhardinger-Realschule haben sich über ein halbes Jahr lang mit der Biografie von Josef Nieberle beschäftigt.

Weichs – Die Schülerinnen erstellten für das Projekt „Namen statt Nummern“ vom Dachauer Forum und der Evangelischen Versöhnungskirche ein Gedächtnisblatt über das Leben von Josef Nieberle, der vom 13. Oktober 1935 bis zum 21. Dezember 1936 Häftling im KZ Dachau war. Am heutigen Donnerstag, 85. Jahrestag der Inbetriebnahme des Konzentrationslagers Dachau, werden die Biografie und das Gedächtnisblatt im Rahmen einer Präsentation mehrerer neuer Gedächtnisblätter in der Kirche im Karmel Heilig Blut vorgestellt.

Die Schülerinnen Celia Kluge, Alexandra Lang, Leonie Petzold, Eva Richter, Inken Siebert (alle 10b) und Alina Puck (9b) haben sich mit viel Engagement durch das umfangreiche Material gearbeitet. So sind etwa alle Karten und Briefe erhalten, die Josef Nieberle aus dem Konzentrationslager an seine Frau und seine acht Kinder geschrieben hat. Bei einem Besuch auf dem bis heute bewirtschafteten „Klausenhof“ in Weigersdorf bei Eichstätt hörten einige der Mädchen fasziniert zu, was drei seiner Enkelkinder zu erzählen hatten, berichtet die Lehrerin Bettina Korb. Vor Ort sahen sie den Hof, der im Mai 1933 von mehreren hundert SA-Leuten umstellt wurde, um Josef Nieberle gefangen zu nehmen. Als gläubiger Katholik und Bürgermeister weigerte er sich, in die NSDAP einzutreten.  nef

Namen statt Nummern

Die Biografien von 12 ehemaligen KZ-Häftlingen werden am heutigen Donnerstag, 22. März, um 19.30 Uhr in der Kirche im Kloster Karmel Heilig Blut vorgestellt.

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