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„In Dachau ist alles vor Ort!“ Gebremichael Beraki mit seiner Frau Zaid Ragas und den Söhnen Yosef und Yonatan. 

Veranstaltung im Thomahaus

Ein Empfang für die neuen Dachauer

Der erste Neubürgerempfang in Dachau stieß auf positive Resonanz: sowohl bei den neuen Dachauern als auch beim Oberbürgermeister. Und sogar die Feuerwehr profitiert möglicherweise davon.

Dachau – 2316 neue Bürger zogen im Jahr 2018 nach Dachau. Für sie alle hat die Stadt erstmals einen Neubürgerempfang veranstaltet. Etwa 100 hatten zugesagt, es kamen dann ein paar weniger. OB Florian Hartmann (SPD) freute sich trotzdem über alle, die sich im Stockmann-Saal des Ludwig-Thoma-Hauses offiziell von ihm willkommen heißen ließen.

Nach einem Film über Dachau ging Hartmann auf die Geschichte der Stadt ein: Künstlerort, erstes Konzentrationslager der Nationalsozialisten mit über 40 000 ermordeten Insassen, Verdrängung der dunkelsten Geschichte nach dem Krieg bis hin zum Lern- und Erinnerungsort. „Wir leiten daraus den Auftrag ab, dass wir uns engagiert für Toleranz und Integration, Weltoffenheit und gegenseitigen Respekt einsetzen.“

Schön sei sicher der Blick nach München und bei Föhn bis zu den Alpen, aber das Schönste an Dachau sei Dachau selbst. Die Stadt sei lebendig und aktiv mit einer Vielzahl an Vereinen und Initiativen, kulturell, gesellschaftlich, sportlich: „In Dachau setzt Ihnen sportlich gesehen nur die Schwerkraft Grenzen.“ Er rief auch dazu auf, sich zu engagieren.

Zum Beispiel bei der Feuerwehr: CSU-Stadtrat und Feuerwehrreferent Wolfgang Reichelt sowie einige seiner Feuerwehrkameraden informierten beim anschließenden Stehempfang an einem Stand über die Freiwillige Feuerwehr. Außerdem hatten die Vereine zahlreiche Flyer ausgelegt. „Einige Neubürger waren überrascht, dass wir den Feuerwehrdienst neben unserem hauptberuflichen Job ehrenamtlich machen. Dafür zollten uns die Leute durch die Bank großen Respekt“, so Reichelt. Einige fragten auch, wie sie die Feuerwehr unterstützen können. Auch hätte die Dachauer Feuerwehr bereits etliche Gäste für die 150-Jahr-Feier vom 13. bis zum 15. September dieses Jahres gewonnen.

Auf besonders positiven Widerhall beim Stehempfang im Erchana-Saal stieß Hartmanns Ankündigung, dass die Stadtwerke ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 die Busse im Zehnminutentakt fahren lassen.

Zuletzt war auch der Oberbürgermeister von der positiven Resonanz der Neu-Dachauer angetan. Der Neubürgerempfang geht auf eine Idee des Stadtoberhauptes zurück. „Das werden wir wiederholen“, so Hartmann. rds

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