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„Nummer eins der Kandidaten“: Helios-Regionalgeschäftsführer Marcus Sommer (l.) verteilt Vorschusslorbeeren an den neuen Klinikchef Gerd Koslowski. foto: hab

Helios Amperkliniken stellen neuen Geschäftsführer vor

Ein zweifelhafter Glücksfall

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Die Helios-Amperkliniken Dachau und Indersdorf haben einen neuen Geschäftsführer. Gerd Koslowski heißt der neue Mann. Der 47-Jährige genießt das Vertrauen seines neuen Arbeitgebers. An einer früheren Arbeitsstelle war Koslowski hingegen in Ungnade gefallen.

Dachau – Der gebürtige Münchner Gerd Koslowski wird ab 1. Februar neuer Geschäftsführer der Helios-Amperkliniken Dachau und Indersdorf. Der 47-jährige Betriebswirt und zweifache Familienvater ist gestern auf einer Pressekonferenz von Helios-Regionalgeschäftsführer Marcus Sommer vorgestellt worden – als „reiner Glücksfall“ sowie „Nummer eins“ der Kandidaten. Warum? Koslowski komme aus der Region, kenne sich im Klinikwesen der Region München bestens aus, habe reichlich Erfahrung als Manager sowie mit der Lokalpolitik.

Mit der Politik allerdings nicht immer gute. Bei seinem vorletzten Engagement als Geschäftsführer beim Klinikum der Universität München in Großhadern war er im November 2016 nach neun Jahren Amtszeit vorzeitig ausgeschieden. „Nicht nur im Einvernehmen“, wie Koslowski gestern meinte. Weil er gefeuert wurde, wie Medien damals berichteten. Es hieß, der neue Dachauer Klinikchef sei selbstherrlich und rüde im Umgangston aufgetreten. Mitarbeitern gegenüber habe Koslowski gesagt: „Ich bin hier der Herr über alles.“ Ärzte und Professoren sollen zu hören bekommen haben: „Ärztliche Direktoren haben mir gar nichts zu sagen!“ Über den Dekan der Medizinischen Fakultät habe Koslowski geäußert: „Will der uns anpissen!? Ich habe den längeren Strahl.“ 20 Klinik- und Institutsdirektoren sollen schließlich einen Beschwerdebrief an Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle verfasst haben, in dem sie angaben: „Es gibt Kliniken, die durch Koslowskis Sparmaßnahmen an den Rand der Arbeitsunfähigkeit gekommen sind.“ Dabei sollen sie Bezug genommen haben auf Koslowskis vorhergehende Arbeitsstelle am Klinikum Landsberg am Lech, wo Koslowski von 2003 bis 2007 wirkte. Am Ende einigten sich der Aufsichtsrat und Geschäftsführer auf eine vorzeitige Trennung, obwohl Koslowskis Vertrag noch bis Herbst 2017 gelaufen wäre.

Koslowski war nach seiner Zeit am Klinikum der Universität München zur Sana Klinik Einkauf GmbH weitergezogen, wo er den Posten des Sprechers der Geschäftsführung bekleidete. Von dort wechselt der 47-Jährige nun nach Dachau, wo ihn wegen des Neubaus eines Bettentraktes, vor allem aber wegen der anhaltenden personellen Probleme im Pflegebereich große Herausforderungen erwarten. Schenkt man den Medienberichten Glauben, dann ist es so, als würde man Donald Trump mit der Befriedung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern beauftragen.

Für Regional-Chef Sommer ist Gerd Koslowski auf jeden Fall die richtige Personalie: „Einen besseren Kandidaten hätten wir uns nicht schnitzen können!“ Vor allem ein Satz habe Sommer während des Bewerbungsgesprächs beeindruckt, als Koslowski nämlich meinte: „Pflege ist Chefsache!“

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