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Fürs geplante Gebrauchtwarenkaufhaus? 

Entsorgung deluxe

Dachau bekommt einen neuen Recyclinghof - mit einigen Besonderheiten

In Augustenfeld soll ein neuer Recyclinghof entstehen – mit einigen Besonderheiten. Die ersten Pläne für das Gelände sehen eine Zufahrtsrampe, eine Problemmüll-Annahmestelle und sogar ein Gebrauchtwarenkaufhaus vor.

Dachau – Die Stadt Dachau soll einen neuen Recyclinghof bekommen. Ein passendes Gelände dafür gibt es auch schon: Das Areal befindet sich an der Theodor-Heuss-Straße in direkter Nachbarschaft zum Gelände des Entsorgungsunternehmens Fink und grenzt an das ehemalige Durchgangslager Dachau. Die vormals landwirtschaftlich genutzte Fläche hatte schon im vergangenen Jahr der Landkreis, in dessen Aufgabengebiet die kommunale Müllentsorgung fällt, erworben. Im Kreis- und Umweltausschuss stießen die ersten Konzepte für den geplanten Hof auf große Zustimmung.

Vor allem ein Element hebt die Pläne von den üblichen Recyclinghöfen ab: In einer der geplanten Hallen könnte ein Gebrauchtwarenkaufhaus entstehen. Dorthin können Bürger gebrauchte Gegenstände bringen, die dann günstig zum Verkauf angeboten werden, aber auch auf dem Recyclinghof entsorgte – und noch funktionsfähige – Haushaltswaren können dort einen neuen Besitzer finden.

Solche Einrichtungen werden häufig von karitativen Einrichtungen betrieben, da dort oftmals Menschen arbeiten, die auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen auf eine Arbeitsstelle haben. Die Caritas hat bereits großes Interesse an dem Projekt bekundet, aber Landrat Stefan Löwl betonte, dass man sich „natürlich an die Regularien zur Ausschreibung halten“ müsse. Er sei aber sehr angetan von der Idee.

In erster Linie geht es bei dem geplanten Recyclinghof aber um die Müllentsorgung. Der Neubau soll vor allem die beiden Höfe Dachau-Süd und Dachau-Ost entlasten, die aktuell beide an der Belastungsgrenze arbeiten – aber auch der Recyclinghof an der Münchner Straße in Karlsfeld würde von einer zusätzlichen Entsorgungsmöglichkeit profitieren. Das Konzept für das neue Areal in Augustenfeld geht aber weit über das bisheriger Recyclinghöfe im Stadtgebiet hinaus. So soll eine Zufahrtsrampe für die Autos und erhöhte Parkflächen ein einfaches Befüllen der Abfallcontainer von oben herab ermöglichen. Als zusätzlichen Komfort könnten die Parkplätze auch noch überdacht werden. Außerdem ist eine stationäre Problemmüll-Annahmestelle geplant.

Nach aktueller Einschätzung werden vier Mitarbeiter für den Betrieb des Recyclinghofs benötigt. Für sie sollen in einem Hallenkomplex im östlichen Teil des Geländes Sozialräume und Werkstätten entstehen. Zusätzlich soll es Raum für ein überdachtes Mülltonnenlager und Abstellflächen für den Fuhrpark geben.

Über die Kosten des Recyclinghofes lässt sich in dieser frühen Planungsphase noch nichts sagen. Erst wenn es verbindliche Zusagen gibt, können die Planer dazu Angaben machen. Zunächst einmal müssen aber erst die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, die sich nach ersten Einschätzungen nur ein Form einer Bauleitplanung erfüllen lassen. Ohne Gegenstimme ermächtigten der Umwelt- und Kreisausschuss die Verwaltung, in entsprechende Gespräche mit der Stadt zu treten.

Thomas Benedikt

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