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Einst Politik-Student, heute Ruckteschell-Stipendiat: Der Musiker Ian Fisher (l.) ist von Oberbürgermeister Florian Hartmann in seiner neuen Heimat begrüßt worden.

Neuer Stipendiat in der Ruckteschell-Villa

In Dachau zum Durchschnaufen

Dachau –Ian Fisher heißt der neue Stipendiat, der in die Dachauer Ruckteschell-Villa eingezogen ist. Der US-Amerikaner findet Dachau „wunderschön“ – und Deutsch sprechen kann er auch schon.

Der 29-Jährige stammt aus Missouri in den Vereinigten Staaten, wo er in einem kleinen Ort aufwuchs. Der Ödnis zu entfliehen war wohl auch einer der Gründe, zur Gitarre zu greifen und dazu zu singen. Was lange ein Hobby war, wuchs langsam zu einer Hauptberufung heran. Spätestens 2008, als er nach Wien zog, bildete sich sein Wunsch heraus, die Musik zu seiner Hauptprofession zu machen und das erfolgreiche Politikstudium erst einmal hintan stehen zu lassen.

Was in kleinen Cafés zusammen mit unterschiedlichen Musikern anfing, entwickelte sich rasant – und endete dieses Jahr mit 95 Konzerten in zehn Ländern. Dass der junge Stipendiat politisch bewandert ist, merkt man vom ersten Augenblick an, wenn man ihn fragt, wie er denn hier her gekommen sei. Nach Europa ist er gekommen, weil es seiner Meinung nach menschlicher ist und „demokratischere Züge“ als anderswo zeige. Von Dachau kannte er natürlich die Gedenkstätte. Er habe das Gefühl, dass sich die Menschen hier der geschichtlichen Bedeutung durchaus bewusst seien sind und entsprechend verantwortungsvoll damit umgehen. Besonders positiv ist ihm allerdings auf den ersten Blick eines aufgefallen: „die wunderschöne Altstadt“.

Peter Lenk, Prittlstock-Initiator, ist der Kontakt zur Stadt Dachau zu verdanken. Lenk sprach Fisher während einer Konzertreihe auf die Möglichkeit an, ein Stipendium bei der Stadt Dachau zu bekommen. Fisher bewarb sich also, und nun ist er „froh“ dass er hier ist.

Dass er passabel Deutsch spricht und eigentlich alles versteht, ist vermutlich nicht zuletzt seiner Freundin in Österreich zu verdanken, wo er auch sein Weihnachtsfest verbringen wird. Danach möchte er erst einmal durchschnaufen, um nächsten Jahr musikalisch wieder durchstarten zu können.

Wann die Dachauer den sympatischen Musiker live auf der Bühne sehen können, steht leider noch nicht fest. Doch mit seiner offenherzigen Art ist er jedenfalls jetzt schon in Dachau angekommen.

hab

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