Arbeitsmarktzahlen
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Die Arbeitsmarktzahlen für den Monat April sind im Landkreis Dachau wenig erfreulich.

Neueste Statistik der Arbeitsagentur

Dachau: Höchste Arbeitslosenzahl seit zehn Jahren

Die Coronakrise und die damit verbundenen Einschränkungen hinterlassen deutliche Spuren auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. Die im April übliche Frühjahrsbelebung bleibt in diesem Jahr aus, wie die für Dachau zuständige Agentur für Arbeit Freising jetzt mitgeteilt hat.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg demnach im Agenturbezirk – zu dem neben dem Landkreis Dachau auch die Landkreise Freising, Ebersberg und Erding gehören, im Vergleich zum Vormonat um 1956 beziehungsweise rund 27 Prozent auf insgesamt 9335 Personen. Noch stärker fällt das Plus im Vergleich zum Vorjahr aus: So waren im April 2776 beziehungsweise 42 Prozent mehr Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,6 Prozent – das ist die höchste Quote für einen April seit zehn Jahren.

Der Landkreis Dachau liegt dabei sogar noch leicht über dem Schnitt seines Agenturbezirks: Hier beträgt die Arbeitslosenquote aktuell 2,7 Prozent, was einem Anstieg um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat entspricht.

Neben den steigenden Arbeitslosenzahlen brach gleichzeitig die Nachfrage nach Arbeitskräften ein. So wurden im April im gesamten Agenturbezirk nur 449 neue Arbeitsstellen gemeldet, berichtet die Behörde. Dies sei „ein massiver Rückgang um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“. Gleichzeitig sei zu erkennen, dass die Betriebe ihre Mitarbeiter halten möchten: In den Monaten März und April seien „deutlich über 3000“ Anträge auf Kurzarbeitergeld eingegangen. dn

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