Ruhig ging es zu im Dachauer Familienbad.
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Ruhig ging es zu im Dachauer Familienbad.

Corona-Sommer führt zu Einbruch bei Zahl der Badegäste

Nur 59 000 Besucher im Familienbad

  • Stefanie Zipfer
    VonStefanie Zipfer
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Einen Tiefpunkt hat das Dachauer Familienbad diesen Sommer bei den Besucherzahlen erlebt. Kein Wunder.

2019 war der letzte Sommer vor Corona – und wettertechnisch sehr durchwachsen. Mit den 131 000 Badegäste konnte man bei den das Familienbad betreibenden Stadtwerken daher zufrieden sein. Ein Jahr zuvor, im Hitzesommer 2018, waren es nämlich ebenfalls 130 000 Besucher – weit entfernt vom Rekord-Sommer 2015, als die Stadtwerke sogar 167 000 Badefreunde zählten.

Von Zahlen wie diesen können die Familienbad-Verantwortlichen heuer nur träumen. Der Sommer 2021 nämlich bildet den Höhepunkt – beziehungsweise den Tiefpunkt – der vergangenen Jahre. Von Ende Mai bis vergangenen Sonntag geöffnet, kamen laut Stadtwerke-Bäderchefin Barbara Kern in diesem Jahr nämlich nur 59 000 Besucher ins Dachauer Familienbad – und das, obwohl weder das Vierkirchner Naturbad noch das Freibad Ainhofen geöffnet waren.

Die Gründe für die schlechten Zahlen sieht Bäder-Verantwortliche Kern zum einen im durchwachsenen Wetter: „Es gab keine konstant schönen Tage. Wenn’s einmal warm war, war’s am nächsten Tag schon wieder kalt.“

Hinzu kam die Personenbeschränkung: Statt wie in Vor-Corona-Zeiten 5000 Besucher durften nur maximal 2500 Badegäste gleichzeitig auf das Gelände.

Viele Besucher wurden abgeschreckt

Doch selbst diese Maximal-Zahl von 2500 Besuchern wurde nur an zwei Tagen in diesem Sommer erreicht, berichtet Kern. Was, klar, auch an den Rahmenbedingungen eines coronakonformen Badebetriebs gelegen haben dürfte. Die Besucher mussten sich vor ihrem Besuch registrieren, wie berichtet hatte dies gerade älteren oder Menschen ohne Smartphone Schwierigkeiten bereitet.

Kern zufolge konnte dieses Problem zwar gelöst werden, indem die Stadtwerke-Kollegen bereitwillig Hilfestellung leisteten. Doch, so Kern, „viele wurden vielleicht durch diese vorherige Registrierung und die Maskenpflicht abgeschreckt“. Nach einem Jahr Corona hätten auch viele Landkreisbürger an den schönen Tagen wohl auch sprichwörtlich das Weite gesucht: entweder an die Seen im oberbayerischen Umland oder in die Berge. „Die Leute wollten raus“, fasst Kern es zusammen.

Die gute Nachricht: Für die kommende Hallenbadsaison, die am vergangenen Montag eingeläutet wurde, hat sich das Regelwerk geändert. Eine vorherige Registrierung ist nicht mehr verpflichtend. Ein Muss dagegen ist der Nachweis, entweder getestet, geimpft oder genesen zu sein. Allerdings gibt es für diese 3G-Regel auch Ausnahmen: Kinder unter sechs Jahren beziehungsweise Schüler mit Schülerausweis müssen keinen Testnachweis vorzeigen. Diese Kinder und Jugendlichen, erklärt Kern, würden ja in der Schule regelmäßig auf das Coronavirus getestet.

Das Landkreiswetter

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