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Geplantes Parkhaus am Bahnhof

CSU setzt 600 Stellplätze durch

Das Parkhaus am Bahnhof wird 600 Stellplätze bekommen. Damit hat sich die CSU im Streit um den Umfang durchgesetzt.

Dachau – In den kommenden Jahren wird die Ostseite des Dachauer Bahnhofs zur Großbaustelle. Dort entsteht ein neues Wohnviertel, inklusive einem neuen Kino. Zudem soll ein neues Parkhaus gebaut werden, dessen Zufahrt über die Schleißheimer Straße erfolgen und das – so hatte es eine Bürgerbeteiligung ergeben – vier Stockwerke umfassen soll.

Wie viele Stellplätze das Parkhaus aber konkret vorhalten soll, dazu gab es bislang noch keinen Beschluss. War im Stadtrat das Thema zur Sprache gekommen, hatte sich sofort eine ermüdende Diskussion ergeben – zwischen der CSU (möglichst viele Stellplätze!) und dem Bündnis (bitte so wenig wie möglich!).

Am Dienstag aber kam es zur Entscheidung. Um in das Bebauungsplanverfahren für den Bereich „Augustenfeld Bahnhofostseite“ einsteigen zu können, musste sich der Verkehrs- und Umweltausschuss festlegen. Mit neun zu sechs Stimmen entschied das Gremium, den Parkhaus-Planungen die Forderung von „mindestens 600 Stellplätzen“ zugrunde zu legen.

Die CSU hatte diese Forderung so begründet, dass mit der Errichtung des Fahrradparkhauses am Bahnhof und der Einführung einer Bewohnerparkzone in dem Bereich rund 1200 Parkplätze weggefallen seien. Pendlern solle es aber dennoch weiter möglich sein, mit dem Auto zum S-Bahnhof zu fahren, ansonsten verlagere sich noch mehr Verkehr auf die Straßen in Richtung München.

Volker Koch (SPD) gab zu, selbst „15 Jahre gegen das Parkhaus gewettert“ zu haben. Dennoch sei es „sinnvoll, diese Anstrengung nun zu unternehmen“. Bedingung für seine Zustimmung sei allerdings, dass das Parken nicht nur im Parkhaus, sondern im ganzen Viertel kostenpflichtig werden soll: „Denn dann fährt der bequeme Autofahrer lieber ins Parkhaus.“

Bernhard Sturm (Bündnis) glaubte nicht daran, dass Autofahrer ein kostenpflichtiges Parkhaus nutzen werden, weshalb er auch die Einrichtung von Park&aRide-Flächen „so gering wie möglich“ halten wolle. Das Parkhaus an sich, betonte er, lehne er jedoch nicht ab: „Die Firmen dort sollen ja vernünftig erschlossen werden.“

A propos Erschließung: Ein Gutachten soll nun klären, inwiefern der Verkehr entlang der Schleißheimer Straße und speziell an den Kreuzungen mit der Martin-Huber- und der Friedenstraße künftig geregelt werden soll. In der Frage der Höhe des Parkhauses und dabei einer möglichen „Verschattung“, so Oberbürgermeister Florian Hartmann, werde man mit den Anwohnern entlang der Oberen Moosschwaigestraße versuchen, einen Konsens zu finden. Ebenfalls geklärt werden müsse noch, wer das Parkhaus betreibt. Und auch der Wunsch der CSU, die Zufahrt zu dem Bauwerk möglichst einzuhausen, muss nun das Bauamt prüfen.

Für Bernhard Sturm stand am Ende angesichts dieser vielen offenen Fragen fest: „Das Ganze wird eine ziemliche Murkserei...“

Stefanie Zipfer

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