Soll zur kostenpflichtigen Parkzone werden: der östliche Teil der Langhammerstraße.
+
Soll zur kostenpflichtigen Parkzone werden: der östliche Teil der Langhammerstraße.

Ab Juni kostenpflichtige Regelung für Langhammer- und Gröbmühlstraße

Dachau: Parkzone am Bahnhof wird erweitert

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
    schließen

Drei Bewohnerparkzonen gibt es mittlerweile in Dachau: die Parkzone Augustenfeld, die Parkzone westlich der Bahn sowie die Parkzone Klinikum. Ab Juni soll die Parkzone am Bahnhof erweitert werden.

Dachau ‒ Wenn Pendler, Besucher oder Beschäftigte ansässiger Einrichtungen ihr Auto dort werktags abstellen, müssen sie ein Parkticket lösen; pro Stunde sind dabei 50 Cent Gebühren fällig. Anwohner können bei der Stadt einen Ausweis beantragen, der pro Jahr 30 Euro kostet.

Das System hat sich mittlerweile eingespielt und längst wird auch laut darüber nachgedacht, noch weitere Parkzonen im Stadtgebiet zu errichten. Für Dachau-Ost läuft bereits eine entsprechende Untersuchung.

Fest steht laut Stadt aber schon jetzt, dass sich die Parkzone westlich der Bahn, die den Bereich zwischen S-Bahnlinie, Bahnhof- und Münchner Straße umfasst, vergrößern ließe – und zwar um die gesamte Gröbmühlstraße sowie den östlichen Teil der Langhammerstraße im Bereich Frühlingstraße und Gröbenbach. Laut Stadtverwaltung seien dort gut 200 erwachsene Personen gemeldet, die theoretisch einen Anspruch auf einen Parkausweis hätten.

Für eine Beschilderung würden nur „geringe Kosten“ in Höhe von 2500 Euro anfallen; hinzu kommen die Kosten für Parkautomaten, die laut Ordnungsamtsleiter Stefan Januschkowetz in der Ausführung mit Solarbetrieb rund 7000 Euro pro Stück kosten würden.

Grundsätzlich, so erklärte Januschkowetz den Stadträten im Umwelt- und Verkehrsausschuss, würden knapp 30 Prozent der Berechtigten in den städtischen Parkzonen auch tatsächlich einen Antrag auf einen Parkausweis stellen. Für Michael Eisenmann (Bündnis für Dachau) war diese vergleichsweise niedrige Zahl dennoch eine gute Nachricht: Sie beweise, dass die Anwohner nun eben ihre eigenen Garagen und Einfahrten nutzten und damit an der Straße (kostenpflichtige) Parkplätze frei würden.

Peter Gampenrieder (ÜB) und Norbert Winter (CSU) aber wollten nicht ganz so begeistert sein von den städtischen Parkzonen. Klar, so Gampenrieder, bei Gebieten rund um den Bahnhof oder das Krankenhaus „gab’s Parkdruck, da ist das völlig in Ordnung. Aber brauchen wir für jedes Wohngebiet wirklich eine eigene Parkzone?“, fragte Gampenrieder. Im Bereich Langhammerstraße, stellte Winter außerdem fest, gebe es „definitiv nur sehr wenige öffentliche Parkplätze“. Sein Fraktionskollege Peter Strauch machte daraus dann eine Kosten-Nutzen-Rechnung: „Da sind zehn Parkplätze und wir stellen fünf Automaten auf?!“

Oberbürgermeister Florian Hartmann musste zugeben, dass die Stadtverwaltung tatsächlich nicht genau wisse, wie viele Parkplätze in der Langhammerstraße überhaupt vorhanden sind, betonte aber, dass die Stadtverwaltung „natürlich auf ein sinnvolles Verhältnis“ zwischen Parkplätzen und Automaten achte. Verkehrsreferent Volker C. Koch (SPD) wollte sich von Detailfragen nicht aufhalten lassen: „Wir werden im Lauf der Jahre noch viel größere Gebiete ausweisen. Da werden wir auch nicht mehr über jeden Automaten diskutieren können.“ Insofern folgten die Stadträte am Ende dem Vorschlag der Verwaltung, die Parkzone westlich der Bahn zu erweitern. Einzig die AfD war dagegen. Die neue Regelung soll am 1. Juni in Kraft treten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare