Wolfgang Moll
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Wolfgang Moll wirft den Regierenden vor, die Minijobber zu vernachlässigen.

Brief von Wolfgang Moll an Merkel und Söder

Politik hat die Minijobber vergessen

Die Politik habe die Minijobber vergessen, klagt der Dachauer Wolfgang Moll in einem Schreiben an Söder und Merkel.

Dachau – Der Unternehmer, TSV-1865-Dachau-Vorsitzende und Stadtrat (Wir) Wolfgang Moll kritisiert in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Vorgehen in Sachen Entschädigungshilfen von Bund und Land. Die Politik, so Moll, vergesse die geringfügig Beschäftigten (Minijobber).

Nach der jüngsten Konferenz der Ministerpräsidenten frage sich Moll als „langjähriger Arbeitgeber“: „Warum genießen die ,geringfügig Beschäftigten’ so genannten ,Minijobber’, die vom Berufsverbot ihrer Arbeitgeber betroffen sind, im Wege der Covid-19-Hilfsmaßnahmen keine Unterstützung?“ Zwischenzeitlich, so Moll, seien wohl über fünf Millionen geringfügig Beschäftigte der Dienstleister, die dem aktuellen Berufsverbot unterliegen (Gastronomie, Friseure, Tourismus- und Freizeitbranche etc.) aber auch jene, die traditionsreich, gesellschaftsfördernd wie gesundheitspräventiv den Betrieb und die Dienstleistung „unserer Tausenden von Sport- und Kulturvereine in der Bundesrepublik aufrecht erhalten, unverschuldet auf der Strecke geblieben“!

Zur Begründung schreibt Moll, dass „für nahezu alle der vielen Millionen von Studenten und Familien gerade diese Löhne und Aufwandsentschädigungen zum existenziellen Lebensunterhalt beitragen und zugleich diese Möglichkeit, der Minijob, mitunter die Grundlage für das wirtschaftliche Überleben von Abertausenden von Vereinen, Vereinigungen, Verbänden und Betrieben darstellt“. Der Unternehmer und Vereinschef weist darauf hin, dass die geringfügig Beschäftigten „in vielerlei Hinsicht auch zum Wohl des Staatshaushaltes beitragende Eckpfeiler des gesellschaftlichen Miteinanders“ seien.

Moll macht in seinem Brief auch konkrete Vorschläge, wie Minijobber, die derzeit nicht arbeiten dürfen, unterstützt werden könnten. In Anlehnung an die Ausfallentschädigungen für die Kurzarbeit soll es eine so genannte „Minijob-Corona-Hilfe“ in Höhe von 60 Prozent bzw. 67 Prozent (mit Kind) der bisherigen nachweislichlen Vergütung bis auf Weiteres/während des Zeitraumes der Pandemie geben.

mm

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