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Freuen sich aufs Volksfest: Wirte und Organisatoren, OB bei gestrigen Pressegespräch. 

Pressegespräch mit Stadt und Wirten

Hauptsache ein friedliches Dachauer Volksfest

Die Sicherheit stand auch beim Pressegespräch mit den Wirten im Vorfeld des Dachauer Volksfestes im Mittelpunkt. Während die Beteiligten optimistisch sind, dass die beschlossenen Maßnahmen hier schon greifen werden, bereitet der Kinderfestzug ernsthafte Sorgen.

Dachau – Nach dem erfolgreichen vergangenen Jahr wird sich auf dem Volksfest in Dachau heuer im Großen und Ganzen wenig verändern. Günter Dietz mahnte allerdings an, dass der Kinderfestzug, einer der Traditionssäulen des Volksfestes, in höchster Gefahr sei.

„Uns fehlt ein Gesamtverantwortlicher“, erklärt Dietz. Jemand, der sich federführend um den Festumzug kümmert. Aber auch freiwillige Helfer für Auf- und Abbau sowie das Dekorieren werden gebraucht. „Anders als früher reißen wir die Festdeko nicht einfach ab, sondern benutzen sie noch mal. Das ist zeitintensiv“, erzählt der Mitorganisator, der seit über 20 Jahren dabei ist. Viele im Organisationsteam sind dem Renteneintrittsalter nahe oder haben es schon überschritten. Jährlich sind den Kindern 600 Gewänder zuzuteilen, zurechtzunähen und zu waschen. „Heuer machen wir es noch, aber ob wir das in zwei Jahren auch noch schaffen“, bezweifelt Dietz. Er spricht auch die Sicherheit an: „In diesem Jahr werden alle Seitenstraßen durch Feuerwehr, Polizei, BRK oder Bauhof gesichert, damit die Kinder wohlbehalten nach Hause kommen.“

OB Florian Hartmann rät indes zur bayerischen Gelassenheit, was die Sicherheit anbelangt. Er bezieht sich damit auf das jüngste Verbot von Hirschfängern auf dem Volksfest. Er denkt nicht, dass die Gefahr von einem Trachtler ausgehen könne. Eher könnten da schon Fremde, die sich einen fremden Hirschfänger greifen wollen, zum Problem werden. „Unsere Tradition ist nicht wegen der Hirschfänger in Gefahr. Mir macht es auch keinen Spaß, das zu verbieten“, erklärt er. Viel eher mache er sich Sorgen um den Kinderfestumzug. „Ehrenamtliche werden händeringend gesucht“, mahnt Hartmann.

Festreferent Robert Gasteiger stimmte dem OB zu: „Was die Sicherheit angeht, muss man was machen. Macht man nichts, ist es schlecht. Macht man was, ist es auch schlecht. Irgendwas müssen wir tun.“

In den Zelten wird zum großen Teil auf das bewährte Programm vertraut. Ewald Zechner, Wirt des großen Festzeltes, will etwas für die spätabends noch Hungrigen tun – bis zum Schankschluss gibt es auch frisch zubereitetes Essen. Wirt Christian Naumann will das örtliche Handwerk unterstützen: Neben dem Augustiner wird er in diesem Jahr auch Amperbräu-Bier aus dem Landkreis ausschenken.

Alle Verantwortlichen sind sich einig: Jeder wünscht sich ein friedliches Fest. „Egal ob Regen oder Sonne, Hauptsache friedlich“, waren sich alle einig. Damit der Kinderfestumzug auch weiter besteht, sollen sich Interessierte unter Telefon 0 81 31/8 71 11 (Frau Stock) melden.

Till Hey

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