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Dieser Radschnellweg existiert schon, er führt an der Universität Mühlheim (NRW) vorbei.

Machbarkeitsstudie angekündigt

Schnelle Schnellradwege

Gibt es in absehbarer Zukunft einen Radschnellweg von Dachau über Karlsfeld nach München? Bis Mitte 2020 soll eine realisierbare Streckenführung erarbeitet werden. Dabei sollen die Bürger mitwirken. Am 22. Mai haben sie die Möglichkeit dazu.

Landkreis – Als die CSU-Fraktion im März an den Kreistag den Antrag stellte, ein Konzept für ein Grundnetz von Fahrradschnellwegen zu erarbeiten (wir berichteten), sollte das nur ein Denkanstoß sein. Fraktionschef Wolfgang Offenbeck sprach damals von einer „sehr langwierigen Sache“. Doch nun kommt schneller als gedacht Bewegung in diese „Sache“.

Denn laut Pressemitteilung des Landratsamts prüfen zwei Planungsbüros in Machbarkeitsstudien schon jetzt sechs mögliche Routen für Radschnellverbindung von den umliegenden Landkreisen in die Landeshauptstadt. Darunter ist auch der Korridor von Dachau über Karlsfeld nach München. Bis Mitte 2020 sollen die Ergebnisse der Studien vorliegen.

Der genaue Trassenverlauf für die Verbindung Dachau-Karlsfeld-München steht zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht fest. Es gelte zunächst, die „Verkehrsbeziehungen“ zu untersuchen, so der Pressesprecher des Landratsamtes, Wolfgang Reichelt. Sprich: „Von wo kommen die Radler her? Wo müssen sie hin? Was ist die schnellste Verbindung?“

Und das sind noch längst nicht alle Fragen, die beantwortet werden müssen. Denn Schnellradwege gibt es in unseren Breiten noch nicht, dementsprechend „gibt es auch keinerlei Zuständigkeiten“, so Reichelt. Bei normalen Straßen ist der Straßenbaulastträger verantwortlich, aber „für eine Trasse ohne Straßenbezug gibt es keine rechtlichen Regeln“, so der Sprecher weiter.

Sollten die Verkehrsbeziehungen untersucht, die Zuständigkeiten verteilt und Regeln geschaffen sein, müssen die Planer noch über Folgendes grübeln: Welche Grundstücke werden gebraucht? Und sind deren Eigentümer bereit, diese abzutreten? Sollte es gelingen, den für die Trasse notwendigen Grund zu kaufen, tauchen am Horizont der Erkenntnis die alles entscheidenden vier Worte auf: Wer soll das bezahlen?

Fragen über Fragen also. Doch die Verantwortlichen lassen sich davon nicht ins Bockshorn jagen. Bei einer Auftaktveranstaltung für die lokalen Mandatsträger aus Dachau und Karlsfeld im Landratsamt stellten die Planungsbüros die konkreten nächsten Schritte vor und gaben den lokalen Experten um Landrat Stefan Löwl sowie Oberbürgermeister Florian Hartmann die Möglichkeit, erste eigene Vorschläge und Anmerkungen zur möglichen Route einzubringen. Bei der Gelegenheit bekräftigte Löwl den Willen des Landkreises zur überörtlichen Radverkehrsförderung und meinte: „Das Fahrrad wird für die täglichen Pendlerverkehre der Zukunft eine weiter wachsende Rolle spielen. Je attraktiver wir das Infrastrukturangebot gestalten, desto mehr Leute werden wir für einen Umstieg auf das Fahrrad gewinnen können. Sichere, komfortable und vor allem schnell zu befahrende Radwege sind dabei ein elementarer Baustein.“

Weil den lokalen Mandatsträgern auch die Meinung der Bevölkerung wichtig ist, haben sie einen Bürgerdialog anberaumt. Am Mittwoch, 22. Mai, 19 Uhr, können die Bürger im Adolf-Hölzel-Haus ihre Meinung zum Thema Schnellradwege kundtun.

Thomas Zimmerly

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