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Die Kette der helfenden Hände kann ein Rekordergebnis verzeichnen: 189 500 Euro sind auf den Konten der Spendenaktion der Dachauer Nachrichten eingegangen.

Dachauer Nachrichten bedanken sich sehr herzlich

Rekord: Leser spenden 189 000 Euro

  • Nikola Obermeier
    vonNikola Obermeier
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Die Kette der helfenden Hände kann ein Rekordergebnis verzeichnen: 189 500 Euro sind auf den Konten der Spendenaktion der Dachauer Nachrichten eingegangen. Die Heimatzeitung bedankt sich bei allen Lesern, die gespendet haben.

Dachau – Die Namen der Spender, die wir seit der Vorweihnachtszeit veröffentlicht haben, wollten gar kein Ende nehmen. Die Leser der Dachauer Nachrichten haben im vergangenen Jahr so viel gespendet wie noch nie. 189 500 Euro sind zusammengekommen.

Oft sind es gar nicht die großen Summen, die Menschen in Notsituationen benötigen. Wer wenig verdient und viel Miete bezahlen muss, für den ist es eine finanzielle Katastrophe, wenn die Waschmaschine den Geist aufgibt, die Brille kaputt geht, die Kinder neue Winterkleidung brauchen. Dazu kommen Familien, Alleinerziehende oder Alleinstehende, die nach der Coronakrise mit Lockdown in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind und Unterstützung brauchen.

Die Spendenaktion „Kette der helfenden Hände soll all diesen Menschen nicht nur mit Geld wieder eine Perspektive bieten, sondern ihnen auch zeigen: Ihr seid nicht allein. Es gibt viele Menschen, die an euch denken, die helfen können und wollen, die ihren Geldbeutel öffnen und Anteil nehmen am Schicksal von Menschen in Notlagen.

Alltag erleichtern

Zum Beispiel die 42-jährige Mutter von vier Kindern, ein Bub und ein Mädchen im Kindergartenalter, ein Mädchen in der vierten Klasse und ein Jugendlicher, die das Familienleben allein nicht mehr stemmt. Sie ist psychisch krank. Ihr Mann zog schon vor einigen Jahren aus, wird ebenfalls krank und letztlich arbeitslos. Das führt die Mutter an jegliche finanziellen Grenzen. Sie stürzt in eine Depression, sie ist überfordert mit den kleinsten Alltagsdingen. Dank der finanziellen Hilfe der Kette kann sie die Kinder für den Winter einkleiden, die Fahrräder reparieren lassen, den Christbaum schmücken. Die Spende der Kette war eine Starthilfe in einen geregelteren Alltag, bietet ihr eine Perspektive für das weitere Leben.

Plötzlich Witwe

Oder die 31-Jährige, die plötzlich Witwe und alleinerziehende Mutter ist, weil ihr Mann im Alter von 32 Jahren an einem Herzinfarkt starb. Sie steht vor vielen Herausforderungen, kann unter anderem die Miete alleine nicht bezahlen, braucht einen Laptop. Mit einer Spende hat sie sie ein wenig Luft, kann sich in Ruhe eine neue Wohnung suchen.

Wunsch wird wahr

Natürlich gibt es auch Schicksale, da ist der Hilfebedarf höher. Dazu gehört die Familie Beigelbeck aus Schwabhausen. Ihre sechs Jahre alte Tochter Lena-Marie ist schwerst mehrfach behindert, entwickelt sich ständig geistig zurück, sitzt im Rollstuhl. Das Mädchen leidet an dem sehr seltenen Gendefekt D-bifunktioneller Proteinmangel. Lena-Marie wird wahrscheinlich nicht älter als 13 Jahre alt werden. Um die verbleibende Zeit eine Erleichterung zu haben, brauchen sie ein Auto mit Rollstuhlrampe. Dank einer Spendenaktion, die auch die Band Ois Easy und die Volksbank Raiffeisenbank Dachau unterstützt haben, konnte der Familie der Wunsch erfüllt werden.

Partner der Aktion

Die Dachauer Nachrichten arbeiten bei der Hilfsaktion mit sozialen Organisationen im Landkreis zusammen. Diese wissen am besten, wie die Spenden der Leser sinnvoll eingesetzt werden können. Zu den Organisationen gehören unter anderem die Caritas im Landkreis, das BRK Kreisverband Dachau, der Amper e.V., der Verein Frauenhilfe und Frauennotruf, der Verein Weitblick, Löwenkinder, Frauen- und Familienberatung des Landratsamtes.

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