+
Sichtlich gerührt: Roland Grüttner nach dem Auftritt seiner Montessori-Schüler, die für ihren scheidenden Rektor ein eigenes Lied komponiert und vorgetragen hatten.

Schulleiter Roland Grüttner verlässt Montessori-Schule

Abschied vom Alleskönner

18 Jahre lang hat er an der Montessori-Schule in Dachau unterrichtet – 16 Jahre davon als Rektor. Der Schulleiter übernimmt ab dem 1. August die Leitung der Grund- und Mittelschule Bergkirchen.

Dachau – Dass er einmal Lehrer werden würde, stand längst nicht immer fest. Erst einige Umwege führten Roland Grüttner zu seinem heutigen Beruf, den er seit 1993 mit Leidenschaft ausübt. Nun wurde der langjährige Rektor der Montessori-Schule Dachau von seiner Schulfamilie verabschiedet.

Der gebürtige Oberfranke erlernte zunächst den Handwerksberuf Werkzeugmacher. Anschließend besuchte er die Berufsoberschule und kam somit über den zweiten Bildungsweg zum Studium der evangelischen Religionspädagogik und Theologie.

Einige Jahre lang war der Theologe als Vikar und ordinierter Pfarrer tätig, bis in ihm der Wunsch entstand, Lehrer zu werden. Deshalb entschied sich Grüttner für ein Hauptschullehramts-Studium. Dieses finanzierte er sich durch Fliesenlegen. Im Jahr 2000 kam der passionierte Lehrer schließlich an die 1993 gegründete Montessori-Schule in Dachau. Zwei Jahre später wurde er dort zum Rektor ernannt.

Gemeinsam mit der Mittelstufen-Leiterin Evelyn Timmermann-Raisch und Roswitha Bernard, der Leiterin der Grundstufe, war Roland Grüttner als Leiter der Oberstufe in der Schulleitung tätig. Nun übernimmt Maxi Schlesinger die Oberstufenleitung.

„Die Rektorenstelle bleibt bis auf weiteres vakant“, erklärt Ulla Gabel, die Geschäftsführerin der Montessori-Schule. „Bis ein neuer Rektor oder eine neue Rektorin gefunden ist, übernimmt Roswitha Bernhard als Konrektorin die Rektorenstelle.“

Um den beliebten Rektor gebührend zu verabschieden, veranstaltete die Schulfamilie am Mittwochabend eine Abschiedsfeier im Gebäude der Montessori-Schule. Zu den zahlreichen Gästen zählten unter anderem auch der Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann, der SPD-Politiker Martin Güll, der CSU-Politiker Bernhard Seidenath sowie die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki.

„Der Name Roland Grüttner ist untrennbar mit der Montessori-Schule verknüpft“, sagte Florian Hartmann in seiner Rede. Außerdem lobte der Oberbürgermeister Grüttners Einsatz für die Montessori-Schule. So sei beispielsweise sowohl die Einführung der zehnten Klasse wie auch die Einführung eines Ganztageszweigs dem engagierten Rektor zu verdanken.

Eines merkte man nicht nur an den Wortbeiträgen und Reden der Gäste, sondern auch an den zahlreichen musikalischen Beiträgen von Schülern und Lehrern ganz deutlich: Die Schulfamilie wird den „ausgebildeten Pädagogen und Alleskönner mit Manager-Qualitäten“, wie Marianne Klaffki den ehemaligen Pfarrer in ihrer Rede nennt, vermissen. Ein wenig Trost spendet aber immerhin die Tatsache, dass Grüttner weiterhin als Lehrer tätig bleiben wird: Der Pädagoge übernimmt ab 1. August die Leitung der Grund- und Mittelschule Bergkirchen.

nn

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Explosion bei der Tonnenleerung: Ätzende Flüssigkeit spritzt aus Trommel
Bei der Tonnenleerung der Müllabfuhr ist es am Donnerstag in Karlsfeld zu einer Art von Explosion gekommen. Zwei Mitarbeiter wurden verletzt. Die Feuerwehren Karlsfeld, …
Explosion bei der Tonnenleerung: Ätzende Flüssigkeit spritzt aus Trommel
Mehr Sicherheit, weniger Parkplätze
Die Stadträte im Umweltausschuss waren sich einig: Um den Verkehr, und dabei vor allem den Radverkehr, besser und sicherer durch das Stadtgebiet fließen zu lassen, muss …
Mehr Sicherheit, weniger Parkplätze
Bürger haben Angst vor Elektrosmog und lautem Surren
Der Stromnetzbetreiber Tennet baut eine Höchstspannungsleitung durch den Landkreis. Viele Anwohner haben Sorgen, sogar Angst vor Auswirkungen.
Bürger haben Angst vor Elektrosmog und lautem Surren
Karlsfeld will mehr für den Klimaschutz tun - Erster Schritt ist getan
 Die Gemeinde Karlsfeld will mehr für den Klimaschutz tun. In einem ersten Schritt bewirbt sie sich  für  ein  Förderprojekt. 
Karlsfeld will mehr für den Klimaschutz tun - Erster Schritt ist getan

Kommentare