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Große Spendenaktion: Damit Dalia (11) nicht allein gegen den Krebs kämpfen muss

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Von: Stefanie Zipfer

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Mädchen
Tapfere Patientin: Die elfjährige Dalia kämpft im Schwabinger Krankenhaus gegen ihre schwere Krankheit. Dafür braucht sie die Unterstützung ihrer Familie. © privat

Das Leben der Familie Omanovic aus Rumeltshausen ist seit einigen Wochen auf den Kopf gestellt. Die elfjährige Tochter Dalia ist schwer an Krebs erkrankt.

Dachau – Dalia Omanovic ist ein sportliches Mädchen. Leidenschaftlich praktiziert sie Rhythmische Sportgymnastik, beteiligt sich an Wettbewerben und hat laut Aussage ihrer Mutter Lejla auch schon Medaillen gewonnen.

Dachau: Dalia (11) ist gut in der Schule und im Sport - plötzlich kommen Bauchschmerzen

Zudem ist Dalia in der Schule fleißig: Das Mädchen, das vor noch nicht einmal zwei Jahren mit ihrer Familie aus Bosnien nach Bayern kam, hat bereits so gut Deutsch gelernt, dass sie nun, nach der vierten Klasse an der Schwabhauser Grundschule, die Empfehlung für einen Wechsel ans Gymnasium Markt Indersdorf bekommen hat.

Doch den Schulstart im September wird Dalia verpassen. Nach wochenlangen starken Bauchschmerzen und einer eingehenden kinderärztlichen Untersuchung in zwei Münchner Krankenhäusern erhielt die Familie im Juli die niederschmetternde Diagnose: Dalia hat Krebs, ein sogenanntes B-Zell-Lymphom in ihrem Brustkorb war 13 Zentimeter groß. Seitdem wird das Mädchen im Schwabinger Kinderkrankenhaus behandelt. Einen ersten Zyklus Chemotherapie hat sie bereits hinter sich, fünf weitere sollen in den nächsten Monaten folgen.

Dachau (Bayern): Krebs-Diagnose ist ein Schock für Dalias Familie

Für Dalia wie auch ihre Eltern Lejla und Edin Omanovic sowie den siebenjährigen Bruder Dani war die Diagnose ein Schock. Der kleine Bruder vermisst seine Schwester, berichtet die Mutter. Und: „Er versteht nicht, was los ist. Er sieht nur unsere Angst.“

Tatsächlich ging es Dalia nicht gut. „Sie hatte große Schmerzen“, erzählt die Mutter. Zwar habe die Klinik ein wunderbares Angebot, das die kleinen Patienten mit Mal- oder Spielprogrammen von ihren Leiden abzulenken versucht, doch oftmals fehlte ihrer Elfjährigen die Kraft dafür. „Sie war sehr traurig“, berichtet Lejla Omanovic und kämpft dabei mit den Tränen.

Die Krankheit ihrer Tochter hat jedoch nicht nur seelische Auswirkungen auf die Familie. Da die 37-jährige Lejla und der 43-jährige Edin nämlich so viel Zeit wie möglich bei Dalia verbringen und sich auch noch um den kleinen Dani kümmern sollen, haben sie kaum mehr Zeit zu arbeiten. Ihren 450-Euro-Minijob hat Lejla daher bereits aufgegeben. Und auch Edin, der als Dachdeckerhelfer auf Stundenlohnbasis bei der Firma DTS Dachtechnik Systeme GmbH und Co. KG in Bergkirchen beschäftigt ist, muss seine Arbeit derzeit ruhen lassen.

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Große Spendenaktion für Dachauer Familie wird gestartet

Edin Omanovics Glück ist jedoch: Er hat einen Arbeitgeber und Kollegen, die ihn in diesen schweren Zeiten nicht im Stich lassen wollen. DTS-Geschäftsführer Hans-Joachim Keller, der große Stücke auf den fleißigen 43-Jährigen hält, startete bereits eine Spendenaktion unter Geschäftspartnern, Freunden und Bekannten. In der Firma stellte er außerdem ein Sparschwein auf, in das die Kollegen neben Geld für Edin Omanovic auch Überstunden spenden können. Seit zwei Jahren sei Edin Omanovic sein Mitarbeiter, sagt Keller, in der Zeit habe er sich menschlich und beruflich nichts zuschulden kommen lassen. Dass die Firma ihn in dieser schwierigen Zeit unterstütze und „wenigstens das finanzielle Problem der Familie ein wenig mildert“, sei daher selbstverständlich.

Immerhin: Laut Mutter Lejla Omanovic würden die Ärzte ihrer Tochter nach der Chemotherapie eine 85-prozentige Heilungschance geben. Schon jetzt, nach dem ersten Zyklus Chemotherapie, sei der Tumor kleiner geworden. Zudem habe Dalia mit der Situation umzugehen gelernt, wolle mehr über ihre Krankheit erfahren und blicke auch schon wieder optimistisch in die Zukunft. Zu ihrer Mutter sagte sie vor wenigen Tagen wild entschlossen: „Ich will wieder gesund werden, Mama!“

Nach Krebsdiagnose: Unterstützung durch die Kette der helfenden Hände

Die „Kette der helfenden Hände“, die Spendenaktion der Dachauer Nachrichten, will Dalia und ihrer Familie dabei in den kommenden Wochen helfen. Wer also spenden will, um den Eltern so viel Zeit wie möglich am Krankenbett ihres Kindes zu ermöglichen, kann gern einen Betrag auf die „Kette“-Spendenkonten (siehe unten) mit dem Stichwort „Dalia“ einzahlen.

Auch das Geld, das Hans-Joachim Keller, der Arbeitgeber von Edin Omanovic, sammelt, will er zu 100 Prozent der „Kette der helfenden Hände“ und deren Spendenaktion zugunsten von Dalia zukommen lassen. Aus „medizinischen und psychologischen Gründen“ sei es „für das Wohl des Kindes nämlich zwingend erforderlich“, dass die Eltern so oft es geht am Krankenbett ihrer Tochter wachen können. Jedem, der sie dabei unterstütze, sagt der dreifache Familienvater Keller schon heute: „Ein herzliches vergelt’s Gott!“

Die kleine Dalia ist schon jetzt dankbar für all den Zuspruch und die Unterstützung, die sie in den vergangenen Wochen erfahren hat. Daher verspricht sie: „Von dem Geld der ,Kette der helfenden Hände’ will ich auch unbedingt andere kranke Kinder in der Klinik irgendwie aufmuntern!“

„Kette der helfenden Hände“ der Dachauer Nachrichten

Das Geld kommt zu 100 Prozent Kindern, Familien und Senioren aus Stadt und Landkreis Dachau zugute

Wenn Sie als Verwendungszweck „Dalia“ angeben, geht Ihr Geld an die Familie Omanovic

Die Spendenkonten: Sparkasse Dachau: DE29 7005 1540 0380 9731 15 oder VR-Bank Dachau: DE68 7009 1500 0000 0199 50.

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