So viele staatliche Mittel wie noch nie für den Landkreis Dachau

Schlüsselzuweisungen in 2020 auf Rekordniveau

„Nächstes Jahr werden exakt 41 391 040 Millionen Euro staatliche Mittel als Schlüsselzuweisungen in den Landkreis Dachau fließen. So viel wie noch nie! Davon erhält der Landkreis selbst 22 348 664 Millionen Euro und die kreisangehörigen Gemeinden zusammen 19 042 376 Euro.

Landkreis Wie Bernhard Seidenath, CSU-Abgeordneter für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, mitteilte, steigen die Schlüsselzuweisungen in 2020 bayernweit um 150 Millionen Euro auf erstmals über vier Milliarden Euro.

Über die Schlüsselzuweisungen werden die Kommunen im Landkreis Dachau an den Steuereinnahmen des Freistaats beteiligt. Sie sind nach den Worten von Seidenath die wichtigste staatliche Zahlung im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs, ergänzen die eigenen Steuereinnahmen der Kommunen und sollen Unterschiede in ihrer Steuerkraft abmildern.

In 2020 werden fünf der insgesamt 17 kreisangehörigen Gemeinden im Landkreis leer ausgehen, nämlich Bergkirchen, Odelzhausen, Pfaffenhofen an der Glonn, Sulzemoos und Vierkirchen. Alle anderen Gemeinden erhalten Schlüsselzuweisungen – in der Summe 248 668 Euro mehr als im Jahr 2019. Auch der Landkreis Dachau selbst kann 2020 mit einer höheren Schlüsselzuweisung und einer Steigerung von 1 085 272 Millionen Euro auf die genannten 22 348 664 Euro rechnen.

Dabei wird auch die unterschiedliche Aufgabenlast der Kommunen berücksichtigt. Gemeinden mit höheren eigenen Steuereinnahmen erhalten daher geringere Schlüsselzuweisungen. Gemeinden, die über geringere eigene Steuereinnahmen verfügen, erhalten durch höhere Schlüsselzuweisungen eine stärkere finanzielle Unterstützung. Grundlage für die Zuweisung sind die Steuereinnahmen der betreffenden Kommunen aus dem Jahr 2018.

„Die Schlüsselzuweisungen des vergangenen Jahres befanden sich bereits auf absolutem Rekordniveau. Kommendes Jahr werden sie noch einmal übertroffen. Vor allem Gemeinden mit einer schwachen Steuerkraft können ihre allgemeinen Verwaltungshaushalte damit nachhaltig stärken“, so Seidenath.

Der Sprecher der Landkreisbürgermeister, Stefan Kolbe, ist natürlich „froh, dass wir etwas mehr kriegen“, doch so ganz zufrieden ist Karlsfelds Gemeindeoberhaupt nicht. Angesichts der „exorbitanten Aufgaben“ und der Tatsache, dass einige Gemeinden chronisch unterfinanziert seien und daher großen Bedarf hätten, reichten die Zuweisungen „nicht ganz“.

Insgesamt beläuft sich das Volumen des kommunalen Finanzausgleichs für 2020 auf 10,29 Milliarden Euro. Das ist ein neuer Rekordwert. Zudem wird die eigene Einnahmebasis der Bayerischen Kommunen im kommenden Jahr gestärkt. Ab dem 1. Januar 2020 fällt die erhöhte Gewerbesteuerumlage weg. „Das zeigt ganz eindrücklich: Der Freistaat bleibt der starke Partner unserer Kommunen in Bayern“, stellte Seidenath fest.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Diskussionen über Bürgschaft und Grünzug
Der Gemeinderat Weichs hat über Ausgaben und den Haushalt 2020 beraten. Für Diskussionsstoff sorgte vor allem ein Antrag der Schützen.
Diskussionen über Bürgschaft und Grünzug
Der Kampf um die Schranke geht weiter
Es bleibt dabei: Die Indersdorfer Gemeinderäte wünschen sich eine Schranke am Bahnübergang im Bereich Ried. Seit Jahren befassen sich sowohl Kommunalpolitiker als auch …
Der Kampf um die Schranke geht weiter
Schluss mit der Klärschlamm-Rallye
Der Klärschlamm aus den Anlagen in den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck könnte in Zukunft am Standort des Abfallheizkraftwerks der GfA in Geiselbullach entsorgt …
Schluss mit der Klärschlamm-Rallye
Der Umzug für Familien - Die besten Guatl gibt’s in Petershausen
Hier sind vor allem Familien am Start: beim Faschingsumzug in Petershausen.
Der Umzug für Familien - Die besten Guatl gibt’s in Petershausen

Kommentare