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Satter Sound, humorvolle Texte: Gast-Geschichtenerzähler Flo Göttler, Sängerin Renate Jatzeck und Bassist Mike Berwanger (von links) beim Auftritt in der Kultur-Schranne.

Die Schönen und das Biest in der Kultur-Schranne

Mehr als einfach nur ein Konzert

Mit ihrem ausverkauften Konzert in der Kultur-Schranne haben „Die Schönen und das Biest“ ihr Publikum begeistert. Wieder mal, darf man sagen.

Dachau – Auftritte von „Die Schönen und das Biest“ sind nicht einfach Konzerte, es sind Reisen in eine bunte Welt voller Skurrilitäten. Da wird der Alltag zum Erlebnis, etwa wenn die wunderbare Sängerin Renate Jatzeck lästige Tätigkeiten wie Bügeln zur „Glättungslust, die hilft gegen den Alltagsfrust“ erklärt. Zudem spulen die Biester, wie ihre Fans sie nennen, nicht einfach nur Song für Song herunter, sondern verknüpfen diese mit einem roten Faden, den sie scheinbar spielerisch leicht durch ihre Setlist ziehen.

Diesmal lautete das Motto: Willkommen im Schönheitssalon. Doch während sich herkömmliche Schönheitssalons vor allem um Äußerlicheiten kümmern, widmen sich Renate Jatzeck (Gesang), Mike Berwanger (Bass), Kai Kühnel (Piano) und Christoph Stangl (Schlagzeug) gekonnt der inneren Schönheit und der Straffung des Geistes. Das Therapiemittel ihrer Wahl: Satter Sound in Kombination mit humorvollen und ironischen bis hin zu herrlich albernen Texten.

Apropos albern und apropos Text: Heuer nahm sich die Band auch die Zeit für einen kleinen Genrewechsel. Als Gast trat Florian Göttler auf, der mit seiner fiktiven Kurzgeschichte über die Enstehungsgeschichte des Schönheitssalons dem Publikum eine in der Kulturgeschichte arg vernachlässigte Literaturgattung präsentierte: die Westernliebeskomödie. Nicht fehlen durften beim Heimspiel der Biester neben einigen neuen Songs natürlich auch Klassiker wie der Gülle-Protestsong „Anarchie“, das Schlaflied „Gummistiefel“ und das Liebesduett „Du und ich“. Wie lautet dessen Schlusszeile nochmal? Achja: „Sch... ist das schön!“ Ein Satz, der auch zum gesamten Konzertabend passt.

mm

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