+
Kreativer Kopf: Christian Wagner schreibt selbst – und über andere Autoren.

Aus dem Landkreis ins World Wide Web

Wo Geschichten geboren werden

Er ist Familienvater, Software-Entwickler, Dachauer und ein kreativer Kopf: Christian Wagner. Er schreibt nicht nur Bücher, sondern hat auch eine Homepage: die „Phantasienschmiede.de“.

Dachau – Auf der Website berichten Autoren von ihren Schreibplätzen. Wie sieht der Ort aus, an dem Schriftsteller ihrer Fantasie freien Lauf lassen? Sei es ein Cottage in Schottland wie bei Autor Stephan Loessl, oder die kleine Insel La Digue auf den Seychellen, wo Frank Haubold besonders kreativ ist. Nike Mangold verrät außerdem, dass sie schon mal Gummistiefel trägt, wenn das die Figur in ihren Büchern tut. Und Wolfgang Hohlbein schreibt fast alles mit der Hand.

Schon über 80 Beträge finden sich in der „Phantasienschmiede“. „Ursprünglich wollte ich ein oder zwei im Monat veröffentlichen, inzwischen sind es schon sechs oder sieben, weil so viele Interesse daran haben“, erzählt Chriz Wagner, wie er sich als Buchautor nennt. Der 44-Jährige selbst verfasst seine Geschichten morgens vor der Arbeit. „Ich gehe um 5.20 Uhr aus dem Haus. Dann schreibe ich: im Bus, in der U-Bahn, da, wo andere lesen, schreibe ich am Smartphone oder am Laptop.“

Seit 2006 beschäftigt sich Chriz Wagner mit dem Thema Schreiben. Er verbringt etwa zwei Stunden am Tag damit, sich Geschichten auszudenken und niederzuschreiben – neben seiner Alltags-Arbeit. 2009 nahm ihn der Acabus Verlag unter Vertrag mit dem Auftrag, den Roman „Social Network. Die Bibliothek des Schicksals“ zu verfassen. Dafür hatte er ein Jahr Zeit. „Danach hatte ich so viele Ideen, dass ich gar nicht wusste, wo ich sie alle unterbringen soll“, berichtet er. 

Doch dann kam die Eingebung: Er wollte Hefte schreiben, so wie früher die Romanheft-Serie „John Sinclair“. Er erfand die Reihe „Die Ewigen“. Die Mystery-Serie handelt von den Unsterblichen Thyri und Simon, die an unterschiedliche Orten und Zeiten der Weltgeschichte reisen. „Das ist mein Genre, das schreibe ich gerne, denn ich kann in jeder Epoche etwas schreiben.“ 

Im Juli wurde Folge 6 veröffentlicht: „Die Mönche vom heiligen Berg.“ Episode 7 erscheint voraussichtlich im Oktober, die Folgen 8 und 9 überarbeitet Chriz Wagner gerade – ein Ende ist nicht in Sicht.  sue

Vom Landkreis ins Web

Weitere Geschichten von Menschen aus dem Landkreis, die mit ihrer Geschäftsidee im Internet erfolgreich sind, lesen Sie hier: 

- Jung, wuid und erfolgreich: Laura und Christoph Forstner aus Schwabhausen drucken bayerisches Lebensgefühl auf T-Shirts und vermarkten sie im Internet.

- Anna, Marc und René Ruhland starten mit „Myposter“ mit Sitz in Breitenau im Web durch. Es gehört zu den wachstumsstärksten Unternehmen in Deutschland. 

- Petra Wendel und Tilo Klesper haben das größte Möbelgeschäft in Welshofen - Petra Wendel sagt: „Ich lebe Ebay“

- Wie man Groß und Klein gesundes Essen schmackhaft macht, erzählen Julia Trejo und Andrea Matz auf ihrem Blog „Healthy Schnitzel“.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schwarzer Samstag auf der A8
Zwei Lkw-Unfälle haben am Samstagvormittag den Verkehr auf der A8 lahm gelegt. Die Folgen: Einsatzkräfte im Dauereinsatz, enormer Sachschaden, kilometerlanger Stau und …
Schwarzer Samstag auf der A8
Bernd Fiegenschuh gibt nach zwölf Jahren Abteilungsleitung ab
Positionswechsel an der Spitze der Tennisabteilung des TSV Eintracht Karlsfeld: Bernd Fiegenschuh, der zwölf Jahre die Abteilung führte, hat seinen Posten bei der …
Bernd Fiegenschuh gibt nach zwölf Jahren Abteilungsleitung ab
Gemeinde übernimmt Mehrkosten für TSV
Die Sportler des TSV Indersdorf freuen sich, dass die Schulturnhalle saniert wird. Trotzdem stellt die Bauphase den Verein vor Probleme. Die Sportler mussten nicht nur …
Gemeinde übernimmt Mehrkosten für TSV
Maschkera: Jubiläumsumzug brachte großes finanzielles Minus
Das zu erwartende erneute Defizit beim Faschingsumzug in Weichs wird von der Gemeinde noch gedeckt. Doch künftig soll ein Konzept entwickelt werden, um ein Minus zu …
Maschkera: Jubiläumsumzug brachte großes finanzielles Minus

Kommentare