Maskenpflicht an den Schulen im Landkreis: „Schüler und Eltern sind sehr kooperativ“

Eine Herausforderung, anstrengend, eine Belastung – aber dennoch haben Schüler und Lehrer die Maskenpflicht an den Schulen im Landkreis reibungslos überstanden. Diese Rückmeldung geben einige Schulleiter.
Landkreis – Im Landkreis Dachau ist die zweiwöchige Maskenpflicht im Unterricht erst einmal zu Ende. „Natürlich war es eine Herausforderung“, sagt Cornelia Stock, Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Haimhausen. Rückblickend haben sich jedoch alle diszipliniert an das Tragen einer Maske gehalten. Besonders in den Klassen bis zur Mittelstufe sei ein starkes Engagement zu beobachten, stellt die Schulleiterin fest. „Die Kinder handeln nach dem Motto: Wir tun alles, dass die Schule nicht wieder schließt.“
Aber auch allgemein seien der Rektorin keinerlei Beschwerden bekannt – weder seitens der Eltern, noch vonseiten der Grund- und Mittelschüler. „Ich kann mir vorstellen, dass die Schüler sehr froh sein werden, wenn sie die Maske im Unterricht erst einmal nicht mehr tragen müssen“, so Stock. Für sie ist mit dem Ende der Maskenpflicht im Klassenzimmer jedoch nicht das Ende der Einschränkungen in Sicht. Schließlich müsse man am restlichen Schulgelände, wie beispielsweise in den Gängen, weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
Auch die Erzbischöfliche Theresia-Gerhardinger-Realschule in Weichs hat die zweiwöchige Maskenpflicht im Klassenzimmer reibungslos überstanden. „Der meiste Unterricht konnte problemlos stattfinden“, berichtet der stellvertretende Schulleiter Alexander Märkl. Im Sportunterricht habe man jedoch auf sehr anstrengende Ausdauersportarten verzichtet. „Bisher gab es keine Probleme mit Maskenverweigerern“, stellt der Konrektor zufrieden fest. Die Maskenpflicht werde zwar als belastend wahrgenommen, dennoch hätten sich Lehrer und Schüler streng daran halten. Die Schulleitung habe keine Beschwerden von Eltern oder Schülern erhalten. „Schüler und Eltern sind sehr kooperativ“, so Märkl.
Deutlich erleichtert zeigt sich Erwin Lenz, Schulleitung des Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau: „Wir sind heilfroh, dass die Maskenpflicht im Unterricht endet.“ Das Tragen einer Maske sei für alle Betroffenen doch eine große Belastung gewesen. „Als Lehrer sechs Stunden durch eine Maske zu reden, ist schon sehr anstrengend“, so Lenz. Für ihn ist „ein Unterricht mit Maske einfach kein Unterricht.“ Schließlich erschwere die Mund-Nasen-Bedeckung die Interaktion zwischen Lehrer und Schüler. Vor allem im Fremdsprachenunterricht sei dies eine Herausforderung. Aber auch der Sport- und Musikunterricht zähle zu solchen Problemfächern. Im Sportunterricht hätte man bis auf kleinere Kreislaufübungen und Spaziergänge deswegen hauptsächlich theoretischen Stoff besprochen.
Nichtsdestotrotz sei das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung von allen Beteiligten strikt eingehalten worden, teilt der Schulleiter des Dachauer Gymnasiums zufrieden mit. Beschwerden seitens der Eltern gab es laut Schulleitung nicht. Auch sie hätten Lenz zufolge sehr gelassen auf die Maskenpflicht reagiert. „Die Rückmeldungen von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft waren durchaus positiv.“
Verena Möckl