Ihr Schülerlein kommet: Tanja Huber, Direktorin der Realschule Dachau, freut sich, dass die Schule wieder los geht. 
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Ihr Schülerlein kommet: Tanja Huber, Direktorin der Realschule Dachau, freut sich, dass die Schule wieder los geht. 

Ein Schritt in den Alltag

Nach Schließung - Schulen im Landkreis Dachau haben sich auf Öffnung vorbereitet

  • vonLeyla Yildiz
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Nach den Schulschließungen wegen der Corona-Krise geht es ab kommenden Montag wieder mit der Schule los – zumindest für alle Abschlussschüler.

  • Ab dem kommenden Montag öffnen die Schulen wieder.
  • Zumindest für alle Abschlussklassen.
  • Darauf haben sich die Schulen im Landkreis Dachau akribisch vorbereitet.

Landkreis – Sie sind wieder ein Schritt in den normalen Alltag: die Schulöffnungen am kommenden Montag, 27. April, – zumindest für alle Abschlussklassen in Bayern. Dafür bereiten sich die Schulen im Landkreis Dachau vor. Grundsätzlich müssen die weiterführenden Schulen dabei die Rahmenbedingungen des bayerischen Kultusministeriums umsetzen. Die besagen, dass die Schulen in den Klassenräumen den obligatorischen Abstand von eineinhalb Metern zwischen den Schülern schaffen müssen. Die Umsetzung können die Schulen individuell gestalten.

Am Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau hat die Schulleitung beschlossen, die Kurse der 150 Schüler aus der Q12 zu halbieren. „Die Zimmer werden dementsprechend verdoppelt, und die Räume der zusammengehörigen Kursgruppen liegen nebeneinander “, sagt Schulleiter Erwin Lenz. So sei es den Lehrern möglich, beide Gruppen zu unterrichten.

Schulen öffnen wieder: „Es wird definitiv kein normaler Unterricht“

Lenz weiß, dass die Corona-Situation bei vielen Schülern Sorgen und Ängste ausgelöst haben. Er will deshalb auf die Probleme seiner Schüler eingehen. „In der ersten Zeit werden erst einmal alle Defizite, die durch den Online-Unterricht entstanden sind, ausgeglichen“, sagt er. „In den Abschlussklassen schaffen wir dann die Vorbereitungsmaßnahmen für das Abitur.“ Eines steht für ihn aber fest: „Es wird definitiv kein normaler Unterricht.“

An der Hebertshauser Mittelschule ist das Thema „große Schülerzahl“ kein Problem. Schulleiterin Anja Kreter hat ihre 22 Schüler der Abschlussklasse in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Jugendlichen können somit die Abstände einhalten – auch in den Pausen. „Wir haben ein riesiges Gelände, da sind also Abstände von 10 Metern möglich“, sagt Kreter.

Um Abstände einzuhalten: FOS Karlsfeld hat Klebebänder auf den Boden geklebt

Um die Sicherheitsabstände einzuhalten, hat die FOS in Karlsfeld Klebebänder auf dem Boden angebracht. Zusätzlich hat Schulleiterin Carola Zankl beschlossen, die Toilettengänge ihrer Schützlinge zu koordinieren und die Pausen zeitlich zu versetzen. „Das ist ein großer organisatorischer Aufwand, aber wir sind froh, den Schulbetrieb wieder aufnehmen zu können“, sagt Zankl.

Tanja Huber, Direktorin der Realschule Dachau, hat die Pausenregelung anders gestaltet: Die Schülergruppen müssen getrennt voneinander Pause machen. „Zusätzlich gibt es auch getrennte Toiletten“, sagt sie. Dort, sowie in jedem Klassenzimmer, stehen Desinfektionsmittel und Seife bereit. Zwar besteht keine Mundschutzpflicht in den Schulen, dennoch empfiehlt Tanja Huber ihren Schülern und Lehrern, eine Maske zu tragen. „Wir haben eine Spende von 500 Masken des Frauenbunds erhalten.“

Realschule Odelzhausen setzt auf die Maskenpflicht

Die Direktorin der Realschule Odelzhausen, Anette Schalk, hat hingegen die Maskenpflicht an ihrer Schule eingeführt. „Die Schüler brauchen unbedingt eine Maske, weil wir eine Inklusionsschule sind“, sagt sie. Damit sich die Jugendlichen so wenig wie möglich begegnen, gibt es Klassenräume mit zwei Türen, eine Eingangs- und eine Ausgangstür.

Ein ähnliches System hat das Josef-Effner-Gymnasium in Dachau. „Unsere Treppen sind als Einbahnstraße gestaltet“, sagt Schulleiter Peter Mareis. Er hat bereits vergangene Woche mit den ganzen Vorbereitungen angefangen. Dazu zählt das Aufsetzen eines neuen Stundenplans. „Die Schüler haben jetzt einen Unterricht von 17 Wochenstunden“, erklärt er. „Normal sind 30 Stunden.“

Peter Mareis freut sich schon darauf, dass bald der Unterricht wieder losgeht. „Denn eine Schule ohne Schüler ist keine Schule.“

ly

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