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Setzt auf Schlichtheit: Sebastiano Ritacco hat die ehemalige Lokalbahn umgebaut.

Es soll ruhiger als früher zugehen

Die Lok am Stadtbahnhof öffnet wieder

Aus der Lokalbahn wird die Lok. Doch im Gegensatz zu dem Partylokal soll es am Stadtbahnhof künftig ruhiger zugehen. Sebastiano Ritacco hat die Lok umgebaut. Ein Nachtlokal hat der 29-Jährige in Dachau schon.

Dachau– Die Lokalbahn eröffnet unter neuem Namen: Lok wird der neue Laden am Stadtbahnhof unter der Leitung von Sebastiano Ritacco, Baris Erdem und Ruhi Cavusoglu heißen. Am Freitag, 15. September steigt die Eröffnungsparty. Anders als der Vorgänger soll die Lok ein gemütliches Café werden. 

Anwohner hatten sich wegen der Partys beschwert

Stand jahrelang leer: Die Lok am Stadtbahnhof.

Im Mai 2011 musste die Lokalbahn dichtmachen. Zu viele Anwohner hatten sich wegen der lauten Partys beschwert. Der frühere Besitzer Kosta Pechlivalidis kapitulierte, das beliebte Partylokal neben der S-Bahn schloss. Einmal eröffnete der Laden noch, 2014 verstummten die Partys.

Nun wagen die drei Gastronomen Sebastiano Ritacco, Baris Erdem und Ruhi Cavusoglu mit der „Lok“ einen Neuanfang. Der Italiener Sebastiano Ritacco aus Karlsfeld, der bei der MAN arbeitet, war immer viel in Dachau unterwegs: „Die Lokalbahn war ein In-Lokal.“ Da er in einer Gastronomiefamilie aufgewachsen ist, bezeichnet er sich als Herzblutgastronom. In Dachau betreibt er seit eineinhalb Jahren mit Baris Erdem das Nachtlokal Rauchfang.

Das Einzige was von der Lokalbahn bleibt: Der Name - zum Teil

Ritacco wunderte es, dass das Haus am S-Bahnhof jahrelang nicht genutzt wurde: „Das Gebäude stand leer und ich fragte mich: Warum nimmt das keiner?“ Zusammen mit Erdem und Cavusoglu wollte er etwas Neues schaffen – eine Bar, Café und Lounge in einem. „Das Ganze soll mit Schlichtheit überzeugen.“ 

Ab Ende März wurde umgebaut. Eine neue Bar, bessere Sitzmöglichkeiten, der Außenbereich mit Parkett und ein Sichtschutz zu den Gleisen wurden in Eigenarbeit gebaut: „Was bleibt, ist nur der Name.“ Zumindest zum Teil.

Nicht nur mit gemütlicher Atmosphäre möchte der Italiener punkten, auch mit einem breiten Angebot: Von 10 bis 23 Uhr soll es Kaffee, Cocktails, Bier, Longdrinks und Tee sowie kleine Snacks geben. „Ich als Italiener empfehle allerdings keinen Kaffee nach 16 Uhr“, scherzt Ritacco.

Musiker sollen in der Lok auftreten

Auf der Facebookseite des Lokals merkt der 29-Jährige den Andrang früherer Stammkunden: „Leute fragen ungeduldig nach der Neueröffnung.“ Aber er möchte nicht nur auf Stammkunden setzen, mit seinem Konzept möchte er auch neue Gäste in den Laden locken. Sie sollen sich wohlfühlen, sagt er. „Um diesen Faktor zu erhöhen, werde ich regelmäßig Musiker einladen.“ Zur Eröffnung am 15. September soll eine Band Jazz spielen.

Von Till Hey

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