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Sechs Stockwerke in vier Jahren geschafft

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Arzt und Ärztin durchschneiden rotes Band, Leute daneben und dahinter
Symbolisch das rote Band zur Einweihung des zuletzt renovierten 1. Stockwerks des Bettenhauses im Helios-Amper-Klinikum Dachau durchschnitt Ärztlicher Direktor Hjalmar Hagedorn, assistiert von Stationsleiterin Katja Deschenhalm (ganz rechts). Foto: rds © rds

Es ist geschafft: Drei Wochen früher als im Zeitplan vorgesehen, konnte das Helios Amper-Klinikum Dachau jetzt den Umbau seines Bettenhauses mit 380 Betten auf sechs Stockwerken abschließen. Mehr als vier Jahre hat das Mammutprojekt gedauert.

VON R.-DIETMAR SPONDER

Dachau – Seit Februar 2018 waren die Stockwerke, von oben beginnend bis nach unten hin, vollständig entkernt und dann mit gesteigertem Komfort neu ausgestattet worden. Die ursprünglichen Dreibettzimmer weisen nun nur noch zwei Betten auf, wie Ärztlicher Direktor Professor Hjalmar Hagedorn bei einem Rundgang mit Vertretern des Klinikbeirats und Aufsichtsrats sowie der Presse betonte.

Jedes Patientenzimmer verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche. Alle sechs Stockwerke sind nach Hagedorns Worten im Prinzip gleich aufgebaut: Quasi in einem äußeren Ring gruppieren sich die Patientenzimmer. Dafür holte sich der Leiter der Bau- und Betriebstechnik, Andreas Zaremba, sogar die Hilfe einer Galeristin, um die Bilder an den Wänden den Räumen anzupassen.

Den Kern jeder Etage bilden in der Mitte die Stationszimmer, Umkleideräume fürs Pflegepersonal, Pflegearbeitsräume und Stations-Anmeldung. „Auf dem Weg zum digitalen Krankenhaus“, wie Hagedorn sagte, dominieren in den Stationszimmern Computerbildschirme gegenüber dem Papier. In Zeiten vermehrter Hacker-Angriffe auf öffentliche Einrichtungen gebe es ein ausgefeiltes Anti-Hacker-Konzept, informierte der Ärztliche Direktor. Der 6. Stock ist zu einer so genannten Wahlleistungsstation umgebaut worden. Im 5. Stock befindet sich neben der Normalstation eine Telemetrie-Einheit für kardiologische Patienten.

Im Sommer 2020 und Anfang 2021 waren die renovierten Normalstationen im 4. und im 3. Stock in Betrieb gegangen. Zum Jahreswechsel 2022 wurde die 2. Etage fertig, so dass die Frauenklinik zurück an ihren angestammten Platz ziehen konnte.

Im nun wiedereröffneten 1. Stock befindet sich neben der Normalstation nur durch eine Glastür abgetrennt die Intermediate Care Station IMC, zu deutsch die Überwachungsstation und die Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation).

Über die Kosten des Umbaus seines Bettenhauses macht das Helios Amper-Klinikum auch auf Nachfrage keine Angaben. Professor Hagedorn räumte ein, dass von den nun wieder zur Verfügung stehenden 380 Betten nicht alle belegt werden können. Denn wegen Corona- Quarantänen stünden derzeit nicht alle Mitarbeiter des Klinikums zur Verfügung. Bei den Corona-Patienten mache sich die gegenwärtig wieder steigende Inzidenz noch nicht bemerkbar.

Parallel zu den Umbauarbeiten im Bettenhaus wird der Operationstrakt um neue Säle erweitert. „Unser Ziel ist, im Herbst dieses Jahres drei weitere OP-Säle ans Netz zu nehmen, damit kommen wir dann auf zwölf“, berichtete Hagedorn. Die großen und nach dem neuesten Stand der Technik ausgestatteten OP-Säle ermöglichen den Pflegekräften und Ärzten ein sicheres und ergonomisches Arbeiten. Noch bis ins kommende Jahr werden sich die Arbeiten in Erd- und Untergeschoss ziehen. „Dann ist unser großes Bauprojekt abgeschlossen“, sagt Hjalmar Hagedorn.

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