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Grüne Fassade: Ein Haus wie dieses könnte bald auch in Dachau stehen.

Bauausschuss genehmigt erste Pläne

Dachau bekommt neuen „Hochpunkt“

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Die Große Kreisstadt wird ein weiteres markantes Hochhaus bekommen. Die VK Wohnbau GmbH der Brüder Peter und Christian Schuster wollen an der Augsburger Straße 63 – dort, wo zuletzt eine Tankstelle betrieben wurde – ein siebenstöckiges Wohn- und Geschäftsgebäude errichten. Stadtrat und Bauamt können sich das Vorhaben „gut vorstellen“.

Die Unternehmer Christian und Peter Schuster haben nach dem Umbau der Zieglervilla ihr nächstes Großprojekt auf den Weg gebracht. Mit ihrer VK Wohnbau Gmbh wollen sie einen „grünen Punkt“ setzen und dabei ein „markantes Punkthaus“ am Ortseingang bauen. An der Augsburger Straße 63, also dort, wo Jahrzehnte lang eine Tankstelle stand und in unmittelbarer Nachbarschaft Polizei und Landratsamt beheimatet sind, wollen die Brüder nämlich ein siebenstöckiges Hochhaus errichten – mit begrünter Fassade, einem ansprechendem Vorplatz sowie nach hinten ausgerichteten Gärten.

Die Eigentümerin der Tankstelle, berichtet Peter Schuster, habe ihr Geschäft aufgegeben, einen Nachfolger habe sie nicht gefunden: „Die Kinder wollten nicht“, so Schuster. So sei seine VK Wohnbau auf das Grundstück aufmerksam geworden. Sollten Bauamt und Stadtrat mit den Planungen einverstanden sein, würden schon im Frühjahr 2021 die Bagger anrollen. Zwei Jahre später, hofft Schuster, könnte der Gebäudekomplex dann fertig sein.

Konkret sieht das Konzept der Schusters einen mehrgeschossigen Gebäudekomplex vor. Das Eckgebäude an der Augsburger Straße/Bürgermeister-Zauner-Ring soll als siebenstöckiger Turm ins Auge stechen, Richtung Osten stuft sich das Anwesen dann in einen viergeschossigen Mittelbaukörper sowie einen dreigeschossigen Eckbaukörper ab. Im Turm sehen die Pläne der Schusters unten eine Gewerbenutzung und oben Wohnungen vor; in den flacheren Gebäudeteilen soll es nur Wohnungen geben. Vor allem kleinere Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen seien hierbei geplant; der Vorplatz mit einem Café solle zudem zu einem „Treffpunkt für Behördenmitarbeiter“ werden.

Im Rathaus nahm man die ersten Entwürfe für das prominente Grundstück mit Wohlwollen auf. Auch der Bauausschuss am Dienstag war grundsätzlich einverstanden. Volker C. Koch (SPD) fand, dass die „innovative Fassadenbegrünung sicherlich verträglich“ sei. Überhaupt könne er sich gut vorstellen, dass der Gebäudekomplex eine „städtebauliche Landmark“, also ein neues Dachauer Wahrzeichen, werden könnte.

Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU) sah es ähnlich. Allerdings gab sie zu bedenken, dass vis à vis die Tage der Polizeiinspektion vorbei seien. Im Sinne einer – für den gesamten Umgriff – verträglichen Bebauung fragte sie daher nach: „Wie geht’s da drüben weiter?“ Oberbürgermeister Florian Hartmann gab zu, „schon lange nix mehr vom Freistaat gehört“ zu haben. Wie berichtet, wird das Land Bayern den jetzigen Standort der Dachauer Polizei an der Dr.-Höfler-Straße 1 auflösen und die Inspektion auf dem Bepo-Gelände in Dachau-Ost neu und größer bauen; auf dem dann leer stehenden PI-Gelände sollen anschließend Staatsbediensteten-Wohnungen entstehen. Für die Zukunft, so Hartmann, sei es daher mit Sicherheit sinnvoll, beim Freistaat einen Gesprächspartner zu finden, „um das alte PI-Gelände gemeinsam zu entwickeln“. Bauamtsleiter Moritz Reinhold betonte jedoch, dass der siebenstöckige Turm alleiniger „Hochpunkt in dieser markanten Lage“ bleiben solle. Die künftige Wohnanlage auf dem Polizeigelände dürfte daher nicht höher als viergeschossig werden.

Rainer Rösch (ÜB) wollte sich als einziger im Bauausschuss nicht mit den Planungen anfreunden. „Muss das so hoch sein?“, fragte er. In Dachau dürfte nur der „Theo 8“-Turm an der Theodor-Heuss-Straße 8 ähnliche Dimensionen haben. Auch sehe er die Anlage der Zu- und Ausfahrten kritisch: Werde es daher eine eigene Abbiegespur geben? Stadtbaumeister Reinhold verneinte, dies sei bei privaten Bauvorhaben nicht üblich. Die Tiefgarageneinfahrt werde jedoch am nördlichen Ende, „so weit wie möglich von der Straße und der Kreuzung entfernt“ angelegt.

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