silvesterbilanz der einsatzkräfte

Hinterhältiger Kartoffelwurf

Wie jedes Jahr haben die unzähligen Silvesterfeiern im Landkreis Spuren an Mensch und Material hinterlassen. Zwar blicken Polizei, Feuerwehr und Sanitäter auf ein recht ruhiges Silvester zurück, dennoch gab es in Stadt und Landkreis brennende Mülltonnen, Berge von Müll und einen hinterlistigen Kartoffelwurf.

Landkreis – Etwa eine Tonne Müll kam in der Silvesternacht im Stadtgebiet Dachau zusammen, schätzt Bauamtsleiter Michael Simon. Eigentlich müssten ihn die Verursacher selbst beseitigen, doch das klappt nicht wirklich. Denn jedes Jahr rücken am Neujahrstag um vier Uhr morgens die Mitarbeiter des Stadtbauhofes aus, um die Überreste der Partys einzusammeln, während die Verursacher (ihren Rausch) ausschlafen dürfen.

„Wir sind eigentlich nur für normale Verschmutzungen zuständig“, erklärt Simon. „Doch was wäre die Konsequenz, wenn wir nichts unternehmen würden? Man kann ja nicht 200 Menschen anzeigen.“ Wenig Verständnis zeigt Michael Simon vor allem für mutwillige Zerstörungen, wie das Schmeißen von Glasflaschen – was immer mehr zunehme.

Die Feuerwehr war ebenfalls beschäftigt, allerdings schon früher. Gegen 2 Uhr brannte in der Schillerstraße und in der Ostenstraße in Dachau jeweils eine Mülltonne. Die Feuerwehr konnte beide Brände löschen, bevor Schlimmeres passierte.

Die Polizei hatte einen höchst ungewöhnlichen Einsatz. Um 3.14 Uhr wurde sie in die Augsburger Straße in Dachau gerufen. Dort, so der Anrufer, würden Feiernde aus einem Fenster Gegenstände auf die Leute auf der Straße werfen. Wie sich herausstellte, waren diese Gegenstände Kartoffeln; ein 19-jähriger Münchner wurde am Kopf getroffen und leicht verletzt. Nach Hinweisen von Passanten konnte die herbeigerufene Streife die Wohnung der Werfer schnell ausfindig machen. Nun müssen die Ermittler noch die Identität der Werfer feststellen. Weiterhin musste die Polizei zwischen 1.40 Uhr und 5 Uhr in vier Fällen wegen Ruhestörung ausrücken.

Schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper wie anderswo in Deutschland gab es jedoch Gott sei Dank nicht. Dennis Behrendt, Rettungsdienstleiter beim BRK, bedauert allerdings die üblichen Alkoholvergiftungen. stefanie ritter
und Matthias schneider

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Motorradfahrer mit Hubschrauber in Klinik
Ein 59-jähriger Motorradfahrer ist bei einem Unfall am Dienstagabend schwer verletzt worden.
Motorradfahrer mit Hubschrauber in Klinik
Heute sorglos, morgen arm
Es gibt nicht wenige Menschen im Dachauer Land, die arm sind. Und es gibt solche, die bald arm sein werden, es aber noch nicht gemerkt haben. Im Auftrag des Landkreises …
Heute sorglos, morgen arm
Müll-Problem um Dachauer Eisdielen: Jeder ist mitverantwortlich
Ein unschöner Anblick hat sich den Fußgängern in der Münchner Straße am Montagmorgen geboten. Ein Mülleimer quoll über mit Eisbechern, und auch das Umfeld war schon …
Müll-Problem um Dachauer Eisdielen: Jeder ist mitverantwortlich
Sie engagieren sich für die Gemeinden: Ehrung im Landratsamt
In einer Feierstunde im Landratsamt hat Landrat Stefan Löwl elf Persönlichkeiten des Landkreises mit einer Kommunalen Dankurkunde sowie Josef Kreitmeir zusätzlich mit …
Sie engagieren sich für die Gemeinden: Ehrung im Landratsamt

Kommentare