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Hand in Hand arbeiteten Polizei, Sicherheitsdienst und Organisatoren am Wochenende bei den Faschingsveranstaltungen im Landkreis zusammen, hier in Indersdorf.

Polizei hat am Faschingswochenende viel zu tun

Platzverweis für so manchen Pöbler

Größere Zwischenfälle blieben am Wochenende zwar aus, doch die Polizei hatte besonders bei den Faschingstreiben in Dachau und Vierkirchen doch einiges zu tun. 

Dachau – In Dachau randalierte ein Schüler (17) um 15 Uhr mehrmals beim Faschingstreiben am Rathaus, so dass ihm vom Sicherheitsdienst ein Platzverweis ausgesprochen wurde, dem er allerdings nicht nachkam. Deshalb musste gegen 18.30 Uhr die Polizei zugezogen werden, die den 17-jährigen zur Dienststelle brachte und dort seinen Eltern übergab. Da er sich weiterhin respektlos und uneinsichtig verhielt, wurde dem betrunkenen Jugendlichen ein Verbot für die weiteren Faschingsumzüge im Landkreis Dachau erteilt. Ein 21-jähriger Münchner schaute so tief ins Glas, dass er sich um 18.45 Uhr nicht mehr auf den Beinen halten konnte und deshalb gegen ein geparktes Auto fiel. Dabei wurde der rechte Außenspiegel des Fords beschädigt.

Der Faschingszug Vierkirchen war in diesem Jahr extrem gut besucht. Es kam es zu diversen Delikten, die dem mehr oder weniger starken Alkoholkonsum zuzurechnen sind. Während des Faschingszuges fielen immer wieder Personen auf, die betrunken Besucher anpöbelten und schubsten. Die Polizei verteilte einige Platzverweise, denen die Betroffenen irgendwann auch nachkamen.

Um 16.50 Uhr kam es zu einem Streit zwischen einem 19-jährigen Bergkirchner und einem weiteren jungen Mann. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlug der 19-jährige auf den anderen Mann ein. Der Bergkirchner konnte vom Sicherheitsdienst festgehalten und der Polizei übergeben werden.

Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Altomünster kam um 17 Uhr dermaßen mit einem gleichaltrigen Indersdorfer in Streit, dass er diesem mit der Faust ins Gesicht schlug. Der Indersdorfer wurde mit schweren Verletzungen in ein Münchner Klinikum eingeliefert.

Gegen 18 Uhr wurden eine 19-jährige junge Dame und ihre zwei Begleiter (16 und 17) von einer fünfköpfigen Gruppe angepöbelt und schließlich tätlich angegriffen. Die drei jungen Leute erlitten leichte Verletzungen.

Ebenfalls gegen 18 Uhr unterhielt sich ein 22-jähriger Mann mit einer Gruppe Jugendlicher. Es kam zu einer Auseinandersetzung, in dessen Verlauf auf den 22-Jährigen eingetreten wurde. Auch ein unbeteiligter 25-Jähriger, der den Streit schlichten wollte, wurde von der Gruppe angegriffen. Beide Männer erlitten leichte Verletzungen im Gesicht, konnten jedoch keine genauen Täterbeschreibungen abgeben.

Etwa 40 Minuten später war wohl dieselbe Tätergruppe in der Indersdorfer Straße unterwegs, wo sie einen 20-jährigen jungen Mann grundlos angriffen und diesem das Nasenbein brachen.  

Aufgrund ihres Alkoholkonsums waren zwei junge Damen im Alter von 23 und 19 Jahren gegen 22 Uhr recht laut auf der Dachauer Straße unterwegs. Ein 25-jähriger Anwohner fühlte sich durch den Lärm gestört und schrie aus dem Fenster, um die Damen zur Ruhe zu ermahnen. Als die Frauen trotzdem nicht leiser wurden, schüttete er Wasser auf sie hinunter, was diesen absolut nicht gefiel. Eine der Damen sammelte daraufhin Steine auf, die sie gegen die Fensterscheibe warf, die dadurch zerbrach. Der Schaden wird auf 250 Euro geschätzt.

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