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Stellvertretend für alle 1er-Abiturienten (v.l.) Vizelandrätin Marese Hoffmann mit Joshua Babernits, Emily Wester, Sandra Felsner, Julia Lebedev und Laura Bengs.

135 Absolventen am ITG sind stolz auf ihr Abitur

So oft die Eins vor dem Komma wie nie

Während an einigen Gymnasien in Bayern die Übergabe der Abiturzeugnisse aufgrund von Corona-Fällen nach Abschlussfahrten abgesagt werden mussten, konnten die Abiturienten und Abiturientinnen im Landkreis Dachau mit ihren Eltern die Feier genießen. Auch am Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau, aufgeteilt in drei Gruppen, um Menschenansammlungen bestmöglichst zu reduzieren.

Dachau - Dort galt zwar Maskenpflicht auch am Sitzplatz, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Auch nicht die permanenten Technikprobleme, die für viele Mikrofonausfälle sorgten. Trotz aller widrigen Umstände – was die Abiturienten in den vergangenen Monaten alles leisten mussten, stellte die paar kleinen Probleme bei der Zeugnisverleihung in den Schatten. Und was bereits bayernweit zu lesen war: Das sogenannte Corona-Abitur brachte unglaublich gute Ergebnisse zu Tage, und auch am ITG bekam laut Statistik von Schulleiter Erwin Lenz und den Worten von der stellvertretenden Landrätin Marese Hoffmann, der „stärkste Jahrgang des ITG bisher“ die Zeugnisse überreicht. Insgesamt 135 Schüler hatten die Abiturprüfungen bestanden. Davon mehr denn je mit einer Eins vor dem Komma.

Marese Hoffmann betonte in ihrer Rede: „Ihre Generation musste einen hohen Preis bezahlen“. Die Abiturienten hätten auf vieles verzichten müssen, was „das Jungsein“ ausmacht. Trotzdem hätten sie in dieser schwierigen Zeit Solidarität und Gemeinschaftssinn bewiesen.

Hier knüpfte auch die Elternbeiratsvorsitzende Dr. Christina Epple an, die in Erinnerung rief, dass sich der diesjährige Abiturjahrgang vieles habe selbst aneignen und sich auch immer wieder selbst habe motivieren müssen. „Machen Sie sich auf in die Welt, glauben Sie an sich“, forderte sie die jungen Leute auf.

Dickes Lob für selbstständiges Arbeiten

Schulleiter Erwin Lenz hob in seiner Rede ebenfalls den Aspekt des selbstständigen Arbeitens hervor. „Sie zeigten sich jetzt schon studierfähig“, lobte er und zollte seinen Schützlingen dafür „größten Respekt“. In seiner launigen und humorvollen Rede wurde er aber ernst, als es um den Begriff „Corona-Abitur“ ging. Er betonte, dass es keine leichteren Bedingungen gegeben habe, sondern es sich in diesem Jahr um ein „schweres Abitur“ gehandelt habe. Er bedankte sich bei seinem Kollegium für dessen Engagement in der Pandemie-Zeit. „Ich war begeistert zu sehen, wie viel Mühe sich die Lehrer gemacht haben“, so der Schulleiter.

Dass es natürlich auch das ein oder andere technische Problem gab, spielte Abiturredner Zgjim Alija comedylike auf der Bühne vor und sorgte nicht nur damit für viele Lacher in der Turnhalle. Mit „es gab Arbeitsaufträge, als gäbe es kein Morgen mehr“ oder „einige Lehrer waren drei Monate nicht auffindbar“ spielte er auf die Homeschooling-Situation an. Zu gern hätte die Q12 auch Studienfahrten gemacht, die ja coronabedingt ausgefallen waren. So konnten die ITG-Abiturienten leider „keine Weihrauchshisha mit dem Papst rauchen“. Zgjim bedankte sich bei der „gesamten Schulfamilie“ und erinnerte an die beiden Trauerfälle am ITG – ein Mitschüler und eine Lehrkraft waren vor dem Abitur verstorben.

Musikalisch umrahmt wurde die Abschlussfeier von Leopold Floß, Julia Neumann, Jutta Wörther und Tizian Foidl, die mit klassischen Werken ihr Können demonstrierten.

Auch ohne Abistreich und Abiball im Corona-Schuljahr 2020/2021 freuten sich die jungen Männer und Frauen über ihre Zeugnisse. Sie haben gelernt, das Beste aus der Situation zu machen. Nicht zu hadern oder zu verzweifeln, sondern umso mehr Leidenschaft und Energie an den Tag zu legen. Dafür wurden sie jetzt belohnt.

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