Kettenkarusell Sommer auf der Thomawiese
+
Nach 17 Tagen ist der „Sommer auf der Thomawiese“ vorbei.

40 000 Gäste zählte der Freizeitpark, zirka 50 000 kamen in den Biergarten

„Sommer“-Bilanz: Alles richtig gemacht!

  • Stefanie Zipfer
    VonStefanie Zipfer
    schließen

Der „Sommer auf der Thomawiese“ ist nach 17 Tagen vorbei. Nach anfänglichem Regel-Chaos strömten die Besucher dann aber doch begeistert auf die Festwiese.

Dachau – Alles in allem, sagt Dachaus Kulturamtsleiter Tobias Schneider, war der „Sommer auf der Thomawiese“ eine „super Sache“. Klar, alle hätten Lehrgeld bezahlt, recht machen kann man es sowieso nicht jedem; aber dafür, dass es in Dachau in den vergangenen Jahren derartige Umstände, Zwänge und Vorschriften nicht ansatzweise gegeben hatte, „haben wir alles richtig gemacht“, findet Schneider.

Gute Besucherzahlen beim „Sommer auf der Thomawiese“

Tatsächlich haben nach den Zahlen der Stadt rund 40 000 Menschen den Freizeitpark, also die Schaustellerstraße mit Standln und Fahrgeschäften, besucht. Auf der anderen Seite des durch einen Bauzaun getrennten Geländes, im Biergartenbereich, zählte Festwirt Ewald Zechner „zwischen 45 000 und 50 000 Gäste“. Das Wetter habe in den letzten drei Tagen die gute Bilanz zwar noch leicht getrübt – vielen war es am Wochenende zu heiß beziehungsweise gestern zu verregnet – dennoch sagt Schneider: „Es waren gute Besucherzahlen!“

Keine Corona-Infektionen in Zusammenhang mit Veranstaltung bekannt

Drei Ziele habe die Stadt mit ihrem „Sommer auf der Thomawiese“ verfolgt, erklärt Schneider: Man habe den Familien ein paar gesellige Stunden bereiten und den Schaustellern zu Einnahmen verhelfen wollen. Zudem aber habe man die Gesundheit der Dachauer schützen wollen. Und dieses Ziel, sagt der Organisator erleichtert, „ist auch aufgegangen. Wir haben nicht einen einzigen Coronafall, der von uns ausgegangen ist“.

Dafür hatte die Stadt den Zeitpunkt für ihren „Sommer“ auch perfekt gewählt. Wie schon im vergangenen Sommer entwickeln sich die Coronazahlen in Stadt und Landkreis mit zunehmender Dauer der Ferien nach oben. „Hätten wir später veranstaltet, hätten wir wesentlich strengere Regeln befolgen müssen“, weiß Schneider. Insofern ist er auch „heilfroh, dass wir gesagt haben: ,Wir machen es von Ende Juli bis Mitte August.’ Das war der perfekte Zeitpunkt!“

Dass die strengen Regeln, die zu Beginn der 17-tägigen Veranstaltung für den Freizeitparkbereich galten, den Besucherzuspruch erst einmal ein wenig bremsten, gibt Schneider zu. Andererseits hätten sich aber auch Menschen bei der Stadt gemeldet, die sich eine Beibehaltung der 3G-Regel gewünscht hätten. Grundsätzlich aber, das betonen Schneider wie Wirt Zechner, hätten die Besucher die geltenden Vorschriften akzeptiert. Anders als in „normalen“ Volksfestzeiten gab es auch keine Schlägereien auf der oder im Umfeld der Festwiese. „Wir hatten lediglich ein paar Kreislaufzusammenbrüche, wegen der Hitze. Aber da war kein Alkohol im Spiel“, betont Zechner.

Kaum Gedränge und Schlangenbildung durch Besucher-Ampel

Auch die Besucher-Ampel, die auf der städtischen Internetseite anzeigte, wie hoch gerade das Besucheraufkommen auf der Thomawiese war, habe sich bewährt. Obwohl gerade der Biergartenbereich zwischen 17 und 21 Uhr häufig an seiner Kapazitätsgrenze war, hätten sich am Eingang kaum Schlangen gebildet. Auch im Fahrgeschäftebereich, der mit 500 bis 800 Besuchern vor allem in der zweiten Woche oft gut gefüllt war, habe es am Einlass kaum Gedränge gegeben. Für Organisator Schneider ein Indiz, „dass sich die Leute über die Ampel vorher informiert haben, wie voll es ist“.

Obwohl es nach Ende der 3G-Vorschrift nicht mehr nötig war, einen Negativtest am Eingang vorzulegen, war die BRK-Teststation vor dem Gelände stets gut beschäftigt. Und auch das Impfangebot, das an den Wochenenden bestand, kam an. Schneider zufolge habe es einmal sogar eine Schlange von „20 bis 30 Menschen“ gegeben.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare