Eine Gruppe Menschen beim Spatenstich.
+
Der Spatenstich für die neuen Bushallen samt Erdgastankstelle hat schon mal geklappt. Bild (v. l.): Stadtwerke-Chef Robert Haimerl, Christopher Dierl von GHK-Architekten, Stadtrat Günter Dietz, Ferdinand Krissmayr von GHK-Architekten, Verkehrsreferent Volker C. Koch, OB Florian Hartmann, Reinhard Dippold, Leiter der Verkehrsbetriebe bei den Stadtwerken, Stadtrat Markus Erhorn sowie Stadtwerke-Betriebsleiter Paul Fottner.

Bauprojekt

Spatenstich für die Bushallen in Dachau-Ost: Verkehrswende mit „Anfangsschmerzen“

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
    schließen

Stadt und Stadtwerke haben am Mittwoch (12.8.) den symbolischen Spatenstich für die neuen Bushallen in Dachau-Ost gefeiert.

Dachau – Zwei neue Bushallen, eine Erdgastankstelle, zwölf Erdgasbusse sowie 25 neue Busfahrer: Die Entscheidung des Stadtrats, die städtische Busflotte auf eine umweltfreundliche Antriebstechnologie um- und aufzurüsten, kostet viel Geld. 9,5 Millionen Euro kosten allein die beiden Bushallen, für die gestern der obligatorische symbolische Spatenstich im Beisein von Oberbürgermeister, Stadtwerke-Führung, Stadträten und Architekten stattfand.

Gebaut wird auf einem rund 4000 Quadratmeter großen städtischen Grundstück an der Otto-Hahn-Straße in Dachau-Ost, neben dem bestehenden Bauhofgelände. In der kleineren der beiden Bushallen werden ab kommenden August sieben Busse parken können, in der größeren elf. Darüber werden noch Büros, Aufenthaltsräume und Umkleiden entstehen. Denn, klar ist: Zusätzliche Busse brauchen zusätzliche Fahrer.

Busfahrer müssen noch gefunden werden

Während der Bau der Immobilien mit dem Spatenstich gestern gestartet und die Busse für den Fahrplanwechsel im kommenden Dezember bestellt sind, müssen die Busfahrer erst noch gefunden werden. In diesem Punkt aber gibt sich Stadtwerke-Chef Robert Haimerl optimistisch: Die Coronakrise habe zuletzt dazu geführt, dass viele Fahrer in Busreiseunternehmen derzeit „vielleicht doch den sicheren öffentlichen Dienst bevorzugen“.

Unten elf Busparkplätze, darüber Büros, Umkleiden und Aufenthaltsräume. So soll es ab August 2021 an der Otto-Hahn-Straße 1 aussehen.

Ansonsten aber schien Haimerl den Enthusiasmus von Oberbürgermeister Florian Hartmann gestern noch nicht ganz teilen zu können. Während der OB im ab Mitte Dezember startenden Zehn-Minuten-Takt auf den städtischen Ringlinien 720, 722 und 726 eine „enorme Verbesserung“ sieht und in den Erdgasbussen gar „das Sahnehäubchen“ bei der Verkehrswende, spricht Haimerl von einem „durchaus komplexen Projekt“ und einer „höchst anspruchsvollen Maßnahme“.

Zehn-Minuten-Takt startet laut Stadtratsbeschluss bereits im Dezember

Denn: Laut Stadtratsbeschluss startet der Zehn-Minuten-Takt auf den städtischen Hauptlinien bereits im Dezember. Die neuen Hallen samt Tankstelle werden aber – frühestens – im August 2021 fertig. Für die Stadtwerke als Betreiber der Buslinien heißt dies: Die Umstellung des Fahrplans beginnt mit „Anfangsschmerzen“. Dies, so Haimerl, heißt explizit nicht, „dass wir nicht fahren“. Es heiße nur, „dass wir organisatorisch von vielen Nebenbedingungen abhängen“. Konkret: Solange die Erdgas-Tankstelle noch nicht steht, müssen die Busse an der nahen Aral-Tankstelle tanken. Die Busse werden „provisorisch“ auf dem bestehenden Bauhof-Gelände geparkt.

OB Hartman wollte aber in seiner kurzen Rede nicht nur in die Zukunft schauen, sondern lobte auch die „wesentlichen Verbesserungen“, die bereits in den vergangenen Jahren für den öffentlichen Personennahverkehr getätigt worden seien. Mit der Linie 718 wurde Ende 2016 der Stadtteil Himmelreich angebunden. Seit Dezember 2018 fahren die Busse 717 und 718 abends mindestens bis 23 Uhr. Die Linien 722 und 726 sind bis kurz vor Mitternacht unterwegs. „Das bedeutet, alle Stadtteile werden bis spät abends im 40-Minuten-Takt bedient, sowohl werktags als auch am Wochenende“, erklärt Reinhard Dippold, der den städtischen Verkehrsbetrieb seit neun Jahren leitet. Zudem gebe es auch eine Angebotsausweitung auf den Linien 726 und 744: Die Busse fahren seit Dezember 2018 auch an Sonn- und Feiertagen die kompletten Strecken. Dadurch habe sich vor allem die Situation für die Bewohner der Saubachsiedlung, für das Gewerbegebiet Schwarzer Graben und für den Kräutergarten verbessert.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Küchengehilfe erpresst Wirt um eine Million Euro
Küchengehilfe erpresst Wirt um eine Million Euro
Maskenpflicht an den Schulen im Landkreis: „Schüler und Eltern sind sehr kooperativ“
Maskenpflicht an den Schulen im Landkreis: „Schüler und Eltern sind sehr kooperativ“
Stadt kann Autoposer-Problem nicht lösen
Stadt kann Autoposer-Problem nicht lösen
Einbahnregelung der südlichen Uhdestraße funktioniert nicht
Einbahnregelung der südlichen Uhdestraße funktioniert nicht

Kommentare