Mann an Pult, rechts SPD-Fahnen
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Soll wieder nach Berlin: der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi ist erneut nominiert worden.

Bundestagsabgeordneter wieder für den Wahlkreis Dachau/FFB nominiert

SPD schickt Michael Schrodi ins Rennen

Michael Schrodi, seit 2017 MdB, soll wieder in den Bundestag. Die SPD Dachau/FFB hat ihn wieder nominiert. Unter den Delegierten war eine bekannte Vorgängerin.

Dachau – Rote SPD-Wimpel wehten am Samstagvormittag im ASV-Fußballstadion, von der Tribüne blinzelten die Delegierten der SPD-Aufstellungskonferenz in die strahlende Herbstsonne. Auch Gäste, darunter die ehemalige langjährige SPD-Wahlkreisabgeordnete Uta Titze-Stecher, hatten auf den Rängen Platz genommen. Denn die Nominierungsversammlung für den Bundestagswahlkreis 215, den die Landkreise Fürstenfeldbruck (ohne Germering) und Dachau bilden, fand coronabedingt im Freien statt.

Ein ungewohntes Ambiente, das Elan und Optimismus der Genossen keinen Abbruch tat. Vielmehr zeigten sie große Geschlossenheit und schickten Michael Schrodi, der seit 2017 für den Wahlkreis im Bundestag sitzt, mit einem klaren Votum erneut als SPD-Kandidaten ins Rennen: Auf 49 von 51 Stimmzetteln war Ja angekreuzt, bei einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme.

Dachauer OB wirbt für den Kandidaten

„Schrodi ist kompetent, engagiert, erfahren, rastlos und mit Herzblut dabei – das ist unser Mann“, sagte Sofia Kyriakidou, Vorsitzende des SPD-Bundestagswahlkreises. Dachaus SPD-Oberbürgermeister Florian Hartmann lobte Schrodi als Politiker, der „authentisch und seinen Zielen treu geblieben ist“.

Es sei die Aufgabe eines Bundestagsabgeordneten, sich auch um die Menschen vor Ort zu kümmern. Genau das habe Schrodi „hervorragend gemacht“, betonte Andreas Magg, SPD-Bürgermeister von Olching und nannte ihn den „perfekten Kandidaten“.

Die stellvertretende Dachauer Landrätin Marianne Klaffki betonte, bei vielen Themen brauche es den Schulterschluss der Kommunal- zur Bundespolitik. „Und da weiß ich ihn an unserer Seite.“

Schrodi verteidigt Corona-Entscheidungen

Michael Schrodi blickte in seiner engagierten Bewerbungsrede zurück auf Erfolge in der Umwelt- und Finanzpolitik. Mit Blick auf Verschwörungstheoretiker jetzt in der Corona-Pandemie, die das Tragen eines Mund-Nasenschutzes ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit nennen, sagte Schrodi: „Auschwitz und das KZ Dachau, das waren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Die SPD „war und ist ein Bollwerk gegen Faschismus und für Demokratie“.

Für die kommende Legislaturperiode nannte Schrodi drei zentrale Themen. Den Sozialstaat gelte es zu stärken. Stichworte waren gerechte Löhne, starke öffentliche Daseinsvorsorge und solidarische Rente. Auch müsse das kommende Jahrzehnt eine Dekade der Zukunftsinvestitionen sein, so Schrodi. „Nicht erst seit der Corona-krise wissen wir, dass Sparen und ein schlanker Staat Flurschäden in der öffentlichen Infrastruktur hinterlassen haben.“ Für mehr Verteilungsgerechtigkeit sollen höhere Steuern sorgen auf die höchsten drei Prozent der Vermögen und Einkommen.

Mit dem Aufkommen einer Vermögenssteuer könnten die Gewerbesteuerausfälle der Kommunen mit kompensiert werden. Im Wahlkampf will Schrodi sich einsetzen für eine SPD-geführte Regierung mit einem künftigen Bundeskanzler Olaf Scholz: „Mit Mut, Selbstbewusstsein und Geschlossenheit kann man viel bewegen.“

Petra Schafflik

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