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Bordell
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Bordelle will die Stadt Dachau verhindern.

Kein Bordell gewünscht

Konzept gegen Spielhallen und Prostitution

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Billiganbieter, Wettbüros, Bordelle oder Spielhallen sollen sich nicht in der Stadt ansiedeln und Leerstand nutzen. Das will die Stadt Dachau verhindern.

Dachau – Als „Trading-Down-Effekt“ beschreiben Stadtplaner den unschönen Effekt, wenn es – aufgrund von welchen Gründen auch immer – in einst pulsierenden Ortszentren Leerstand gibt und im Zuge dessen dann Billiganbieter, Wettbüros oder Spielhallen ansiedeln. In Großstädten ist dieser Niedergang einzelner Viertel seit Jahrzehnten zu beobachten, in Dachau fürchtet man ihn nun aufgrund der Corona-Krise.

Vor dem Hintergrund einer Corona-bedingten Rezession „und dem damit verbundenen möglicherweise entstehenden Leerstand ist davon auszugehen, dass sich unerwünschte Nutzungen“ auch in der Großen Kreisstadt manifestieren könnten. Um diese „Fehlbelegung“ vieler Immobilien zu verhindern, soll daher „sehr frühzeitig“ ein städtebauliches Konzept erarbeitet werden, „um derartige Nutzungen zu verhindern“, so das Bauamt.

Dieses Konzept beinhaltet nach dem ausdrücklichen und einstimmigen Willen des Bauausschusses jedoch nicht nur den künftigen Umgang mit sogenannten „Vergnügungsstätten“, sondern auch mit Prostitutionsgewerbe. 20 000 Euro soll dieses Konzept kosten. Darauf aufbauend sollten anschließend entsprechende Anträge oder Anfragen „rechtssicher“ abgelehnt werden können.

Dass dies dringend nötig ist, beweist die Tatsache, dass der „Ansiedlungsdruck durch Vergnügungsstätten auch in Dachau regelmäßig spürbar“ sei. Zuletzt, so das Bauamt, habe man beispielsweise die Ansiedlung „einer Veranstaltungshalle unter anderem für Hochzeiten“ im Gewerbegebiet am Wettersteinring abgelehnt. Die Eröffnung weiterer Bordelle ist derzeit außerdem nur für Dachau-Ost abschließend untersagt worden; für andere Baugebiete aber „gibt es noch keine Regelung“.

zip

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