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Leinen los! Im roten Kreis dürfen die Hunde frei laufen.

Auf einer Wiese am Alten Wehr in Dachau

Stadt Dachau eröffnet Freilauffläche für Hunde

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Auf einer Wiese am alten Wehr eröffnet die Stadt am Freitageine Freilauffläche für Hunde. Profitieren sollen davon sowohl die tierliebenden Hundehalter als auch diejenigen Dachauer, die sich über nicht angeleinte Hunde im Stadtgebiet aufregen.

Dachau – Mit Artgenossen herumtollen, sich beschnuppern, spielen, Rangordnungen klären – das können Hunde am besten, wenn sie nicht an der Leine laufen müssen. Die Stadt ermöglicht den Vierbeinern diese Freiheit nun – als weitum erste Kommune überhaupt!

Ab Freitag, 27. April, steht die 7500 Quadratmeter große Wiese am alten Wehr Hundebesitzern und ihren Lieblingen offen. Die ansonsten auf Dachauer Grünflachen geltende Leinenpflicht, erklärt Dachaus Bauamtsleiter Michael Simon, gibt es dort nicht. Zu beachten gelte jedoch: Alle sonstigen Auflagen, etwa Maulkörbe für Kampfhunde, müssen weiterhin befolgt werden. „Die Freilauffläche hebelt die anderen Regeln nicht aus“, so Simon.

Die Idee, eine derartige Fläche einzurichten, war im Rathaus entstanden, nachdem Bürgeranfragen und Beschwerden im Lauf der vergangenen Jahre immer mehr und immer dringlicher wurden: Die Hundebesitzer, so Simon, hätten sich mehr Freiraum für ihre Zamperl gewünscht; und Jogger beziehungsweise Spaziergänger regten sich über nicht angeleinte Hunde auf. Laut Simon wolle die Stadt mit der neuen Freilauffläche daher etwas „zur Entkrampfung der Situation“ tun.

Als Vorbild nahmen sich die Dachauer Verantwortlichen die oberfränkische Stadt Bayreuth. Dort gibt es seit einigen Jahren eine derartige Fläche. Wegen der großen Nachfrage plant man laut Simon dort bereits eine zweite einzurichten. In Dachau wird der Freilaufbereich erst mal getestet: Die Stadt hat das Privatgelände zunächst für fünf Jahre gepachtet. „Dann schau ma mal“, so Simon. Fest stehe aber: Das Grundstück am alten Wehr sei „eine Fläche, wo die Hunde niemanden stören“.

Eingezäunt wird die Fläche, anders als beispielsweise in den USA, nicht. Es werde Pfosten geben, die das Gelände abgrenzen, weiß Simon; diese Pfosten seien jedoch „eher optischer Natur“. Darüber hinaus werden im Innenbereich der Freilauffläche Hinweisschilder angebracht, auf denen die Stadt die Verhaltensregeln für die Wiese vorgibt. Demnach sollten die Nutzer die Fläche sauber halten, die Exkremente ihrer Vierbeiner entfernen und auf gegenseitige Rücksichtnahme achten. Die Hunde, heißt es auf dem Schild weiter, „sind vom Halter so zu beaufsichtigen, dass niemand gefährdet wird“.

Amtsleiter Simon hofft, dass das Projekt funktioniert. Denn: „Das war jahrelang Thema in der Stadt. Jetzt haben wir die Chance, dass wir für alle Seiten eine Lösung finden.“

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