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Staufrei unterwegs: So könnte die Seilbahn über dem Frankfurter Ring aussehen.

Stadt Dachau gibt Potenzialanalyse für Seilbahnbau in Auftrag

Dem Stau entschweben

Die Stadt Dachau gibt Potenzialanalyse für Seilbahnbau in Auftrag.

Dachau – München will es vormachen: Ab 2025 soll im Norden der Landeshauptstadt, über dem Frankfurter Ring, in rund 60 Metern Höhe und auf rund viereinhalb Kilometern Länge eine Seilbahn verlaufen. Dabei geht es allerdings nicht darum, die landschaftliche Schönheit der Gegend aus luftiger Höhe bewundern zu können, sondern schlicht um eine Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs.

„Eine Pilotanlage“ nennt Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann das Projekt, das nach dem Willen der Stadträte im Umwelt- und Verkehrsausschuss eines fernen Tages auch in Dachau Wirklichkeit werden soll. Im Frühjahr bereits hatte das Gremium die Verwaltung daher beauftragt, das Thema Seilbahn einmal genauer zu prüfen. Das Ergebnis dieser Prüfung trug der OB nun im Umwelt- und Verkehrsausschuss vor.

Demnach gebe es einen vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr herausgegebenen „Leitfaden für die Entwicklung von Seilbahnen an urbanen Standorten“. Zudem, so Hartmann weiter, habe er auch mit seinem Münchner Kollegen Dieter Reiter gesprochen, inwiefern man eine Seilbahn von Dachau aus mit den Münchner Norden verbinden könnte. Klar, räumte Hartmann ein, gibt es bislang keine bereits laufenden Anlagen, an denen man sich orientieren könne. Aber bei Verkehrsprojekten, so der OB, „kann man nie früh genug anfangen“.

Aus diesem Grund und dem Seilbahn-Leitfaden des Ministeriums folgend, will die Stadt daher eine sogenannte Potenzialanalyse in Auftrag geben, die – erst mal ohne Prüfung der baulichen oder genehmigungsrechtlichen Machbarkeit – zunächst abklärt, wo in Dachau überhaupt Bedarf und Möglichkeit bestehen, eine Seilbahn zu errichten. Je nach Ergebnis könnte dann, in den weiteren Schritten, die Linienführung untersucht sowie die rechtliche und technische Umsetzung geprüft werden.

Der Ausschuss stimmte dem Vorschlag Hartmanns einhellig zu. Verkehrsreferent Volker C. Koch (SPD) etwa sprach von einem „richtigen Schritt, langsam in das Thema einzusteigen“. August Haas (CSU) war ebenfalls einverstanden, schränkte aber sofort ein, dass die CSU „auf keinen Fall einer Streckenführung zustimmen wird, die über private Häuser geht“. Die Seilbahn-Trasse werde sich daher „auf öffentliche Wege und Flächen beschränken müssen“. Auch Edgar Forster (FW) sieht in den Seilbahnen „sicherlich die Zukunft“. Gleichzeitig zweifelte er aber auch daran, warum die – vergleichsweise kleine – Stadt Dachau wirklich alleine ein derartiges Projekt planen müsse? Und dass das Potenzial einer Seilbahn natürlich in einer Verbindung nach München liegt, dafür, so Forster, „brauche ich kein Planungsbüro“. 

Stefanie Zipfer

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