Ehrentafel für Josef Schwalber

Lieber draußen

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Die CSU-Stadtratsfraktion ist nicht glücklich mit dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Standort für ein Hinweisschild auf den früheren bayerischen Kultusminister und Landrat Dr. Josef Schwalber (1902 – 1969).

Dachau – Wie berichtet, hatte die CSU vor vier Wochen beantragt, an prominenter Stelle in Dachau – wenn möglich im Altstadtbereich – eine Ehrentafel für den Politiker anzubringen. Anlass für den Vorstoß ist laut CSU der 70. Jahrestag des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee war, an dem der in Fürstenfeldbruck geborene Jurist im Jahr 1948 teilgenommen hatte.

Die Stadtverwaltung prüfte den Antrag der CSU-Fraktion und schlug als geeigneten Standort für eine Ehrentafel das frühere Bezirksamt, in dem später das Landratsamt und heute das Rathaus II untergebracht ist, vor. Stadträtin Silvia Kalina aber übte daran in der jüngsten Kulturausschusssitzung Kritik: Es mache keinen Sinn, das Hinweisschild im Innern eines Gebäudes anzubringen, das wenig Publikumsverkehr habe und am Wochenende noch dazu geschlossen sei. Überhaupt, fuhr Kalina fort, sei es doch grundsätzlich an der Zeit, die Hinweistafeln an Dachauer Gebäuden zu erneuern. Die Texte seien zum Teil nicht mehr gut zu lesen und für Touristen wäre doch eine Übersetzung ins Englische wünschenswert.

Kulturamtsleiter Tobias Schneider verteidigte zunächst den Vorschlag, die Schwalber-Tafel im alten Bezirksamt an der Augsburger Straße 1 anzubringen. Schließlich sei dies die Arbeitsstelle des früheren Landrats gewesen. Die Überlegung, die Tafel ähnlich den Gedenktafeln am Rathaus zu gestalten, habe zudem aus praktischen Gründen verworfen werden müssen: Die Firmen, die diese Tafeln gefertigt hätten, gebe es nicht mehr. Zudem seien die Hinweisschilder teuer: Allein eine Holztafel für den Gebäudeinnenbereich schlage mit 1500 Euro zu Buche.

Am Ende konnte sich die CSU-Fraktion mit dem Vorschlag anfreunden, eine Schwalber-Gedenktafel außen am Bezirksamt anzubringen. Das Kulturamt solle nun Vorschläge für deren Gestaltung und Material ausarbeiten. Zudem soll, spätestens für die nächsten Haushaltsberatungen, ein Vorschlag für die Erneuerung aller städtischen Häusertafeln erfolgen. Laut Schneider „hätten wir dieses Thema früher oder später eh angehen müssen“. Aktuell seien die Tafeln zwar noch von „einigermaßener Qualität, aber tatsächlich nicht mehr so schön anzuschauen“.

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