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Undicht: das Dach des Bauhofs. Die Sanierung kostet fast eine halbe Million Euro. Das Gebäude se lbst ist in einwandfreiem Zustand – es ist ja auch erst 16 Jahre alt. 

Städtische Objekte haben Schwachstellen am Dach

Stadtbauhof ist nicht mehr ganz dicht

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Dachau - Die städtischen Objekte kranken an einer Art Seuche: „Dachundichtigkeit“. Weil es auffällig wurde, dass mehrere neue Gebäude nicht mehr ganz dicht sind, hat die Stadt nun einen externen Gutachter beauftragt. Der hat einen Rat: Alles neu machen.

 „Wenn Sie jetzt sagen: ,Das ist doch gar nicht so alt!’, dann haben Sie Recht“, erklärte Oberbürgermeister Florian Hartmann zum Thema „Dachsanierung Stadtbauhof“. Im Jahr 2000 wurde der Bauhof gebaut, mitsamt einem Kalzip-Dach, also einem Blech-Dach. Das ist undicht. So undicht, dass die Mitarbeiter teilweise Eimer in den Büros aufstellen müssen, um das Regenwasser aufzufangen, berichtete Bernd-Jürgen Lehman in der Sitzung des Dachauer Bauausschusses. Der Sachverständige des Dachdecker- und Spenglerhandwerks wurde von der Stadt dazu beauftragt, ihre Sorgenkinder zu untersuchen: die Dächer. Die sind nämlich bei einigen städtischen Objekten undicht, beim Kindergarten „Neufelder Strolche“ etwa, beim Kindergarten „Brummkreisel“, und eben beim Stadtbauhof. Der Experte erklärte den Politikern nun, dass das Dach komplett saniert werden muss, denn „punktuelle Reparaturen sind nicht möglich“. Alles in allem schätzte er: 428 000 Euro.

Für die Politiker war das ein kleiner Schock. „Ist es wirklich so dringlich?“, meinte Wolfgang Moll (parteilos). Und Thomas Kreß (Grüne) fragte: „Wo ist denn da der Fehler?“ – „Es liegt am Wetter“, scherzte Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU). Womit sie Recht hat. Denn, so hieß es in der Beschlussvorlage des Stadtbauamts, das Dach wurde nach den normativen Vorgaben gebaut und war eigentlich „regensicher“ – im Normalfall. Doch „bei ungünstigen Witterungsbedingungen“ kann Feuchtigkeit in die Schichten eindringen. Ergo: liegt Dachau wohl in einem ungünstigen Witterungsgebiet. Denn die Schäden wiegen mittlerweile schwer: bei den Lichtkuppeln, beim First und bei den Dachüberständen ist das Dach undicht, zudem hat das Vordach aus Titanzink riesige Löcher – Korrosion.

Der Sachverständige Lehmann erklärte, dass in den 90er Jahren viele solche Dächer gemacht wurden – „ein Desaster“, betonte er. Sie alle haben eine Schwachstelle: Die Verbindung zwischen den Blechen. Dort tritt das Wasser ein, besonders, wenn das Dach nicht sehr schräg ist – das Stadtbauhofdach hat lediglich eine Neigung von 11 Grad. Ob das Dach nun saniert werden soll, sei die Entscheidung des Ausschusses, allerdings gehe es hier auch um die „Standsicherheit des Dachs“.

Und so entschieden sich die Politiker einstimmig für die Sanierung. Immerhin: Das eigentliche Gebäude in Holzständerbauweise ist laut Gutachter in einem „einwandfreien Zustand“.

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