24-Stunden-Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof: Entscheidung ist gefallen

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Unzufrieden mit dem Angebot der Amper Kliniken AG: das Pflegepersonal gestern während des Warnstreiks vor dem Dachauer Krankenhaus.

Warnstreik am Klinikum Dachau

Mehr Geld, aber vor allem mehr Personal

Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der Amper Kliniken AG gestalten sich schwierig. Gestern streikten die Mitarbeiter der Krankenhäuser Dachau und Indersdorf. Sie fordern mehr Geld, neue Kollegen und eine deutliche Entlastung.

Dachau – Um die 100 Menschen haben sich am Dienstagvormittag vor dem Amper-Klinikum in Dachau versammelt. Mit Trillerpfeifen und Fahnen in der Hand protestierten sie. Sie alle sind Pflegekräfte Helios-Häuser Dachau und Indersdorf – und sie vereint der gemeinsame Unwille gegen ihren Arbeitgeber.

Der Anlass für den von der Gewerkschaft ver.di ausgerufenen Warnstreik war das Angebot der Amper Kliniken AG bei den Tarifverhandlungen. In den Augen der Mitarbeiter war dieses völlig unzureichend. Die AG hatte in der ersten Tarifrunde Ende August 3,5 Prozent mehr Lohn sowie die Weiterzahlung der Jahressondergeldes in Höhe von 90 Prozent eines Monatsgehalts geboten. Dazu kommt noch die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 30 Euro monatlich.

Die Gewerkschaft ver.di hingegen möchte ein Paket an Forderungen durchsetzen:

-eine Mindestpersonalausstattung und Regelungen zum Belastungsausgleich.

-Verbesserung der Ausbildungsqualität.

-mindestens drei Prozent mehr Gehalt.

-60 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden.

-weiterhin das Jahressondergeld in Höhe von 90 Euro im Monat.

-weiterhin die freie Nutzung des Amper-Vital-Centers in Dachau.

Eine Vielzahl von Forderungen. Doch eines liegt den Angestellten besonders am Herzen: „Wir brauchen vor allem mehr Pflegepersonal. Das muss ordentlich geregelt werden, damit die Patienten auch angemessen versorgt werden“, bringt es eine Krankenschwester auf den Punkt. Verständlich, nachdem das Dachauer Krankenhaus seit Monaten wegen gravierender Pflegemissstände in der Kritik steht.

Doch die Forderungen der Dienstleistungsgewerkschaft stieß bei Helios auf Ablehnung. „Der Arbeitgeber wollte nicht über das Thema Personal sprechen“, beklagt Thomas Günnel, Betriebsrat und Mitglied der Tarifkommission. Auch Christian Reischl, verdi-Betreuungssekretär der Helios Amper Kliniken, kritisiert, dass der Arbeitgeber seiner Verantwortung gegenüber dem Personal nicht nachkomme.

In Bezug auf die Entgeltsteigerung hat die Amper Kliniken AG in der ersten Verhandlungsrunde zwar ein Angebot unterbreitet, die gebotenen 3,5 Prozent sind in den Augen von ver.di jedoch mehr als unzureichend, da sie nicht einmal die zu erwartende Inflation ausgleichen würden. Reischl ist enttäuscht: „Alles in allem lassen die Arbeitgeber es an Wertschätzung missen.“

Der nächste Verhandlungstermin findet am 11. Oktober statt. Hierbei erhofft sich Günnel einen „konstruktiven Dialog mit der Geschäftsführung“, schließlich gehe es auch um das Wohl der Patienten.

vm

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