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Machen ihrem Ärger mit drastischen Aussagen Luft: die streikenden Amper-Klinikum-Mitarbeiter.  

Streikendes Klinikum-Personal schlägt Alarm

„Uns sterben die Leute weg“

Am Donnerstag haben die Pflegekräfte der Helios Amper-Kliniken zum zweiten Mal gestreikt. Die Stimmung unter dem Pflegepersonal ist aufgeheizt, die Probleme werden deutlich angesprochen. Namentlich möchte aber keiner genannt werden, da die Angestellten „Repressalien von Seiten der Klinikleitung fürchten“.

Dachau – In ihren Augen reichen die Vorschläge der Geschäftsleitung nicht aus. Denn die „Frage des Geldes ist nebensächlich“, wie eine Reihe von Pflegern bekräftigte. Sie wollen eine deutliche Verbesserung der Arbeitsumstände erreichen.

Insbesondere die Zahl der beschäftigten Pflegekräfte bereitet ihnen Sorgen. Die aktuellen Zustände können „so nicht mit gutem Gewissen beibehalten“ werden. Auf einigen Stationen sollen zeitweise nur „zwei Pfleger für 60 Patienten, die teils schwere Operationen hinter sich haben und eine intensive Betreuung benötigen“, verantwortlich sein.

Die Folgen dieses Missverhältnisses sind fatal. „Uns sterben die Leute weg, weil wir keine ausreichende Betreuung sicherstellen können“, berichtet ein Streikteilnehmer. Gleichzeitig fühlen sie sich mit der psychischen Belastung allein gelassen. „Einige von uns verlassen weinend die Arbeit. Wir würden gerne mehr schaffen, aber die Belastungsgrenze ist erreicht.“ Bei diesen Arbeitsumständen sei es „nicht überraschend, dass nach der Ausbildung keiner in der Klinik bleiben möchte“.

Man habe bereits versucht mit der Klinikleitung über die Probleme zu sprechen, aber diese „beschwichtigt immer nur für den Landrat und die Öffentlichkeit“. Man habe im Moment 330 Gefährdungsanzeigen (interne Meldungen über Missstände während der Arbeitszeit), auf die die Klinikleitung jedoch kaum reagiere. Deshalb wollen die Streikenden nicht nachgeben. „Es muss sich jetzt etwas ändern, nicht erst im Jahr 2019.“

Man sei auch bereit, weiter für die Durchsetzung in den Streik zu treten. „Die Charité in Berlin hat zehn Tage gestreikt, wir sind gerade einmal am zweiten Tag eines Warnstreiks“, weiß ein Pfleger. Eine schnelle Lösung des Problems scheint also nicht in Sicht zu sein. 

Thomas Benedikt

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