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Werben für ein Fest für die ganze Familie: Isabel Seeber und Thomas Schächtl von der Agentur Schwebende Elefanten. 

Lange Tafel in der Münchner Straße

Bändchen fürmehr Sicherheit

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Die Lange Tafel in Dachau wächst stetig und ist nach dem Volksfest die zweitgrößte Veranstaltung in der Stadt. Bis zu 20 000 Besucher kommen jedes Jahr zu dem Familienfest. Mit wachsender Größe steigen aber auch der Aufwand und die Sicherheitsanforderungen.

Dachau – Am Samstag, 8. September, verwandelt sich die Münchner Straße wieder in einen Ort der Kultur und des gemeinsamen Feierns. Denn da findet bereits zum 13. Mal die Lange Tafel statt, ein Straßenfestival, vergleichbar mit dem Street Life in München, „nur kleiner, aber schöner“, wie Thomas Schächtl von der Agentur Schwebende Elefanten, mit der zusammen die Geschäfts-

treibenden der Münchner Straße das Fest organisieren, schmunzelnd erklärt. Wegen der scharfen Sicherheitsauflagen seitens der Behörden kam auf die Veranstalter heuer, wie auch schon im vergangenen Jahr, besonders viel Arbeit zu. Kaum verwunderlich bei Besucherzahlen zwischen 12 000 und 20 000.

Insgesamt flossen mehr als 3000 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden in das Projekt, wie Isabel Seeber, Vorsitzende des Ortsverbands des Bundes der Selbstständigen (BDS) „Die Münchner Straße“, berichtet. Zusammen mit Petra Habitzel, Karin Märkl und Kerstin Hermes bildet sie den Kern des Organisationsteams. Und als Vorsitzende steht Seeber mit ihrem Namen auch für die Veranstaltung. Denn nach Vorgaben des Freistaats Bayern muss solchen Veranstaltungen immer eine Person vorstehen und kein Verein, so wie es früher bei der Langen Tafel noch der Fall gewesen ist.

„Da hat man dann auch die eine oder andere schlaflose Nacht“, gesteht Seeber, die aber trotzdem mit einem guten Gefühl auf die kommende Lange Tafel blickt. Denn in punkto Sicherheit haben die Organisatoren alles in ihrer Macht stehende getan. An die Zufahrten zur Münchner Straße werden wieder die Betonpoller aufgestellt werden. Dazu soll es auch wieder Taschenkontrollen geben. All das will finanziert werden, und auch wenn sich die Stadt zu 50 Prozent an den Kosten für die Sicherheit beteiligt, so bestätigt Seeber: „Es wird mehr.“

Den Organisatoren stellte sich folgende Frage: Wie sollen die zusätzlichen Kosten gedeckt werden? Die Antwort: Bändchen, die man ab Montag, 3. September, in den Geschäften der Münchner Straße gegen eine Spende erwerben kann. Darauf gedruckt ist eine Nummer, die zur Teilnahme an einem Gewinnspiel berechtigt. Dazu erhalten die Träger des Bändchens in der Woche nach der Langen Tafel bis zu zehn Prozent Rabatt in den Geschäften in der Münchner Straße. Seeber erklärt: „Wir haben uns ganz bewusst gegen Eintritt entschieden, denn wir wollen jedem den Zugang zum Fest ermöglichen.“

Denn ein Fest für die ganze Familie zu schaffen, war auch heuer wieder das Ziel der Veranstalter. Neben einem vielfältigen kulinarischen Angebot, das sowohl von Vereinen als auch professionellen Gastronomen gestellt wird, gibt es auf den drei Bühnen den ganzen Tag von 11 bis 24 Uhr ein abwechslungsreiches, musikalisches Programm. Die Kinder können sich derweil im Kinderparadies auf dem Sparkassenplatz vergnügen, wo es bei einem Bungee-Trampolin und einem Haifisch-Becken von Sea Life nicht langweilig wird.

Das ganze Programm

der Langen Tafel finden Sie am Donnerstag, 6. September, in einer Sonderbeilage unserer Zeitung.

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