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Dachauer Fasching

Feuerwehrball Dachau 2017: Sperrbezirk im Thomahaus

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Dachau - Rotlichtmilieu im Thomahaus: Nachdem der Feuerwehrball letztes Jahr ausgefallen ist, ließen es die Narren krachen. Und die Feuerwehrler zeigten, wie es am MD-Gelände weitergeht: mit einem Sperrbezirk.

Durch einen geheimnisvollen roten Vorhang marschierten Männer in Pelzmänteln und Leopardenanzügen und Damen in enggeschnürten Korsagen und Mini-Röcken in das Thomahaus: Das Dachauer Rotlichtmilieu wurde kurzerhand von Dachau-Ost in die Altstadt verlegt. Rund tausend Narren haben beim Feuerwehrball mit dem Thema „Florianis sündige Gassen“ am Samstagabend bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. 

Zukunft des Balles ist unklar

Dieses Jahr vielleicht ein bisschen mehr als die vergangenen Jahre – denn im letzten Jahr ist der Ball wegen eines fehlenden Brandschutzkonzepts ausgefallen (wir haben berichtet). Ob er nächstes Jahr wieder stattfinden kann, ist noch unklar. 

Das Problem ist die Dekoration: Vom Erdgeschoss über das Treppengeländer bis zur Empore des großen Saales war das Thomahaus beim Feuerwehrball aufwendig dekoriert. Tarnnetzte waren über die Decke gespannt, bemalte Schilder mit leicht bekleideten Damen und Werbeplakate von der Erotikmesse hingen an den Wänden, Glühlampenketten leuchteten in hellrot. Doch wo die Feuerwehrler ihre aufwendige Dekoration künftig verstauen, wissen sie nicht. Denn ihr bisheriger Lagerraum, der Vogelmeier-Stadl in Dachau-Süd, wird in drei Monaten abgerissen. 

OB Hartmann im Hugh-Hefner-Kostüm

Das betonten sie auch bei ihrem Auftritt im großen Saal: Feuerwehrler Gerhard Höfer sang in Richtung Oberbürgermeister Florian Hartmann, der als Playboy-Chef Hugh Hefner verkleidet war. „Gib uns ein Haus, sonst fällt der Feuerwehrball nächstes Jahr aus.“ Neben Hartmann saß Landrat Stefan Löwl, der sich weniger verrucht als Pfarrer kostümierte, bei dem die Bordellgäste ihre Sünden beichten konnten. 

Die Vorstellung der Feuerwehrler gegen elf Uhr war ein Höhepunkt der Ballnacht: Junge Feuerwehler traten zuerst als Strumpfhosentänzer auf. Doch deren Strumpfhosen und damit auch deren Beine waren verknotet, so dass es ihnen schwer fiel sich zu bewegen. Die Aufschriften auf ihrem T-Shirt ergaben das Wort „Sperrbezirk“. 

Rotlichtmilieu am MD-Gelände

Denn nachdem das MD-Gelände schon seit Jahren brach liegt, hatten die Feuerwehrler eine neue Idee: Gerd Lobmeier verkleidet als Olivia Jones schlug OB Hartmann vor, auf dem Gelände einen „Palast der Sinne“ zu bauen und dort einen Sperrbezirk auszuweisen. Dabei durfte Hartmann alias Wolfgang Schamberger auch selbst eine Reise ins Rotlichmilieu machen: Damen im Burlesque-Kostüm tanzten vor ihm und drei männliche Stripper der Feuerwehr ließen vor dem Publikum bis auf die Unterhose alle Hüllen fallen. 

Außerdem zeigten die Feuerwehrler bei dem Aufritt, warum es in Dachau von früh bis spät Stau gibt. Der Grund ist auch hier das Rotlichtmilieu. Die Burlesque-Damen auf der Bühne verzauberten die Herren an den gebastelten Autofenstern aus Pappkartons so, dass sie sich nicht mehr auf den Verkehr konzentrieren konnten. Vom Publikum ernteten die Feuerwehrler nach der Vorstellung tosenden Applaus. 

Gegen zwei Uhr leerte sich das Thomahaus

Die Faschingsfans konnten sich später an verschiedenen Bars unterhalten und zur Musik der Partyband Chikeria im großen Saal und im Foyer zu Schlagern, Rock und Reggae von „Landi und Band“ tanzen. Im Erdgeschoss gab es einen weiteren Tanzbereich, wo ein DJ auflegte. Gegen zwei Uhr leerte sich das Thomahaus, vor allem der obere Bereich. Die Bands hörten auf zu spielen, und die Faschingsfans tummelten sich im unteren Rotlichtmilieu, wo der DJ spielte.

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