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Lieb und verschmust: Leo genießt die Schmuseeinheiten. Am Rücken wurden große Filzplatten entfernt. 

Nach monatelangem Leiden

Tierquälerei in Röhrmoos: Das geschieht mit den befreiten Hunden und Katzen - ein Sorgenkind bleibt

Den beiden Hunden und zwei der drei Katzen, die völlig vernachlässigt vor einer Woche in einem Haus in Röhrmoos gefunden wurden, geht es den Umständen entsprechend gut. Nur eine Katze ist das Sorgenkind der Tierschützer.

Dachau– Silvia Gruber, Vorsitzende des Tierschutzvereins Dachau, sprach von einem der schlimmsten Fälle von Tierquälerei, den sie erlebt hat. Die Tiere sind monatelang dahinvegetiert, ihr Fell war verfilzt und verschmutzt, die Tiere waren unterernährt und ausgetrocknet. Nach dem Tod der Besitzerin, die dem Veterinäramt schon bekannt war, weil sie mit der Haltung der Tiere schon vor mehreren Jahren überfordert gewesen sei, so Gruber, waren Erben für die Versorgung der Tiere zuständig. Gegen sie wurde unter anderem eine Anzeige wegen Tierquälerei gestellt.

Toben im Freiauslauf: Apollo und Nico nach der Schur und nach zweimaligen Baden – es wurden 4,5 kg Filz mit Kot abgeschoren.

Die Katzen kamen sofort in die Tierklinik, die Hunde wurden im Tierheim versorgt. Eine Katze hat Silvia Gruber bis gestern große Sorgen bereitet: Sie hat nicht gefressen. Gestern wurde sie operiert, „es musste dringend eine Zahnsanierung gemacht werden, sie war aber für eine Narkose zu schwach“, erklärt Gruber. Doch nun sei sie auf einem guten Weg, womöglich kommt sie heute ins Tierheim. Die anderen Katzen sind schon aus der Klinik entlassen, im Tierheim werden sie aufgepäppelt. „Leo, der Ragdoll-Kater, ist relativ stabil“, sagt Gruber. Er brauche noch zwei Untersuchungen, einmal am Auge und an der Leber. „Er ist so lieb und verschmust“, schwärmt Gruber. Perdita, eine norwegische Waldkatze, muss langsam aufgepäppelt werden, „sie ist ein Fliegengewicht“.

Mit den beiden Hunden, zwei Königspudel, ist Gruber rundum zufrieden, die Hautentzündungen heilen. Apollo, etwas über zehn Jahre alt, und Niko, zwischen zwei und drei Jahre, genießen es, im Freiauslauf zu toben. Silvia Gruber ist überzeugt: „Tiere können lachen, und das sieht man bei den beiden.“

no

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