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Josef Wörl war 24 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Volksbank Raiffeisenbank.

Trauer um Josef Wörl

Vom Lehrling bis zum obersten Direktor

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Vom Lehrling bis zum Direktor: Josef Wörl war 50 Jahre lang bei der Volksbank Raiffeisenbank Dachau tätig. Am Samstag starb der Dachauer im Alter von 90 Jahren.

Dachau Im Alter von 14 Jahren, im Jahr 1942, hat Josef Wörl als Lehrling bei der Volksbank Dachau angefangen. Er setzte sich unermüdlich für die Bank ein, war 24 Jahre lang Vorstandsvorsitzender – bis zum Eintritt in den Ruhestand 1992.

Dem jungen Bankkaufmann wurde 1954 die Leitung der Zweigstelle in der Münchner Straße in Dachau übertragen. Ab 1958 war Wörl mit der Leitung und dem Aufbau der Zweigstelle München-Allach beauftragt. Im Jahr 1968 erfolgte die Berufung von Josef Wörl in den Vorstand der Bank. 24 Jahre lang war er von da an Vorstandsvorsitzender.

„In dieser Zeit wurde das Filialnetz enorm erweitert“, berichtet Vorstandssekretärin Elisabeth Taschner. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Josef Hadler, Wilhelm Brunninger und Hermann Zitzelsberger machte es sich Wörl zur Aufgabe, die Marktposition der Volksbank in Stadt und Kreis zu stärken.

„Er war von der Früh bis zum Abend genauso da wie ein normaler Angestellter“, sagt Elisabeth Taschner. Sie erinnert sich an Josef Wörl als ruhigen und gelassenen Menschen. Und auch als besonders aufmerksam: Als Elisabeth Taschner 1980 bei der Volksbank Dachau zu arbeiten begann, fuhr sie bei schlechtem Wetter mit dem Bus. „Wenn Herr Wörl mich an der Bushaltestelle sah, nahm er mich immer mit“, erzählt sie. Damals, als 24-Jährige, hat sie diese Fahrten voller Respekt und Ehrfurcht erlebt. „Wer hat schon einen Direktor als Chauffeur?“

Josef Wörl sei ein außergewöhnlicher Mensch gewesen, „der unsere Bank zu ihrer jetzigen Bedeutung geführt hat“, wie die Volksbank Raiffeisenbank im Nachruf schreibt.

Josef Wörl hinterlässt seine Frau Gertraud und seine Söhne Günter und Reinhard. Günter Wörl wurde erst vor wenigen Tagen zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank gewählt (wir berichteten). Nikola Obermeier 

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