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Thomas Neumayer. 

Trauer um Thomas Neumayer

Ein Mann, ein Wort

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Thomas Neumayer hat das sportliche und politische Leben in Dachau geprägt. Er engagierte sich jahrzehntelang beim ASV und im Stadtrat. Nun ist er verstorben. Neumayer hat große Spuren hinterlassen.

Dachau – Er war ein Mann der klaren Worte. Auf ihn konnte man sich verlassen. So beschreiben ihn die Menschen, die mit ihm zusammengearbeitet haben. Mit 29 Jahren wurde Thomas Neumayer als jüngster in den Dachauer Stadtrat gewählt. 34 Jahre lang diskutierte er im Hauptausschuss mit, 17 Jahre als CSU-Fraktionsvorsitzender. Außerdem engagierte er sich jahrzehntelang beim ASV Dachau. Nun ist der „Neumayer Tom“, wie ihn seine Freunde nannten, im Alter von 79 Jahren verstorben.

Er war ein gebürtiger Dachauer und kam in der Mittermayerstraße zur Welt. Dachau war seine Stadt: Er war Aufsichtsrat bei der Stadtbau GmbH, im Rechnungsprüfungsausschuss und Verbandsrat des Zweckverbandes Sparkasse. Beruflich arbeitete er zunächst bei einem Fachverlag in München und wurde dann Geschäftsführer des Dachauer Bekleidungsgeschäfts Bardtke & Scherer. Dort hat er sich vor allem um die Produktion in Fernost gekümmert. Bestimmt 40 Mal reiste er dafür nach China, Indonesien oder auf die Philippinen, erzählte Neumayer an seinen 75. Geburtstag.

Doch sein Leben außerhalb des Berufs prägten vor allem die Politik und der Sport: „Manchmal hat er seinen Einfluss im Stadtrat auch für den ASV eingesetzt“, erzählt Josef Hoffmann. Er kannte Neumayer seit seiner Jugend. Während Hoffmann beim ASV turnte, kickte der Neumayer Tom in der Fußballabteilung. Nach seiner aktiven Sportlerkarriere war er zehn Jahre lang Leiter der Fußballabteilung und mit Hoffmann fast 20 Jahre lang im Vorstand des Hauptvereins.

Als Schatzmeister setzte sich Neumayer dafür ein, dass die Turnhallen auf dem ASV-Gelände saniert wurden, die der Großbrand im Jahr 1990 zerstört hatte. Als Vorsitzender der CSU-Fraktion brachte er auch die Erweiterung des Sportgeländes im Stadtrat voran. „Wenn der Neumayer Tom etwas versprochen hat, hat er das auch gehalten“, sagt Hoffmann.

„Er wusste einfach, was er tut“, sagt auch sein ehemaliger CSU-Stadtratskollege Erwin Deffner. „Sachlich und wenig emotional lenkte er die Debatten in der Dachauer CSU und versuchte die verschiedenen Meinungen in der Partei auf eine Linie zu bringen.“

Thomas Neumayer hat seine Stadt geprägt. Er hinterlässt seine Frau Helga und seine beiden Söhne mit Familien.

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