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Traumstart für das Dachauer Volksfest

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Von: Nico Bauer

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Autoscooter
Die Fahrgeschäfte waren ab Samstagmittag vor allem von den jüngeren Volksfestgängern gut besucht.  © nb

Tausende begleiteten den Umzug und feierten das Anzapfen des Dachauer Volksfestes. Sofort war die Stimmung im Zelt perfekt. Auch die Fahrgeschäfte waren gut besucht. Wenig Arbeit gab es bislang auch für die Polizei.

Dachau – Es war ein Auftakt nach Maß und auch langjährige Dachauer Volksfestgänger staunten. So viel wie heuer beim Auftakt des Dachauer Volksfests war viele Jahre nicht mehr los! Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause kam die Veranstaltung stärker denn je zurück.

Gefühlt waren die Zahlen der Teilnehmer beim Umzug als auch die Zuschauer am Straßenrand doppelt so hoch wie vor der Pandemie. 19 Gruppen aus der Stadt Dachau und der Umgebung beteiligten sich an dem Volksfestumzug, bei dem die vorwegmarschierende Stadtkapelle und der Trachtenverein D’Ampertaler symbolisch standen für den Neustart des Megafestes. „Der Umzug war ein wunderbares Erlebnis“, sagte später Oberbürgermeister Florian Hartmann, der auch die schwarze Dachauer Männertracht trug.

OB Florian Hartmann zapfte konzentriert und gekonnt an

Im Festzelt bildeten dann die Mitglieder des Trachtenvereins das Ehrenspalier für die Fahnenabordnungen der anderen Vereine und die Ehrengäste. Dabei klopften die Haselnussstecken auf dem Holzboden des Festzelts quasi den Countdown zum Anzapfen. Nach zwei Jahren Festabsage war diesmal alles recht emotional.

Der Dachauer OB zapfte denn auch entsprechend konzentriert mit zwei Schlägen an und füllte Krüge, bis auch der letzte Prominente auf der Bühne versorgt war. Vor allem Beniamino Maschietto, Bürgermeister aus der italienischen Partnerstadt Fondi, feierte seine erste Mass jubelnd. „Mit einem Schlag Anzapfen geht ja nicht“, erklärte OB Hartmann, „den Sicherheitsschlag danach braucht es immer. Und ein kleines bisschen hat es ja auch bei mir gespritzt“, gab er zu. Nach zwei Jahren ohne Volksfest sei er aber keineswegs aus der Übung geraten, wie er betonte. Es habe auch in den vergangenen Pandemie-Monaten immer wieder Anlässe gegeben, bei denen er am Bierfass seinen Mann habe stehen müssen.

Zum Umzug stellte Hartmann fest, „dass diesmal Gefühl wahnsinnig viele Dachauer dabei waren“. Auch Landrat Stefan Löwl konnte nach anderen Volksfesten wie etwa in Markt Indersdorf bestätigen, „dass es nach den zwei Jahren Pause wieder so schön ist“! Und er freute sich für die Bürger: „Die Menschen wollen wieder feiern und sie sollen das auch tun!“ Als die Prominenz das Podium verlassen hatte, war das Festzelt längst voll besetzt und auf dem Vergnügungspark herrschte Hochbetrieb. „So darf es in den nächsten Tagen weitergehen“, darin waren sich die Verantwortlichen einig.

Kaum Einsätze für die Dachauer Polizei

Ebenso zufrieden wie OB und Landrat war gestern auch die Dachauer Polizei. Es habe vergleichsweise wenig und dazu harmlose Einsätze gegeben. „Für das erste Wochenende, noch dazu nach zwei Jahren Pandemie, war es ruhig“, so eine Sprecherin der Dachauer Inspektion auf Nachfrage.

Apropos ruhig: Der Ratschlag der Stadt, den Schlager „Layla“ nicht auf dem Volksfest zu spielen, wurde nicht umgesetzt. Schon am Samstag schallte der vom städtischen Kulturausschuss als frauenfeindlich erachtete Song durch das Festzelt. „Die Leute gingen alle ab“, wie Augenzeugen die ausgelassene Stimmung beschrieben. Im Anschluss an „Layla“ wurde dann auch noch „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang intoniert, in dem es ebenfalls um Prostitution geht. Letzteres Lied hatte der Kulturausschuss jedoch nicht auf die Liste der unerwünschten Lieder gesetzt.

Wenig inhaltliches Konfliktpotential bot dagegen das Programm des Volksfestvorabends am Freitag. Saso Avsenik und seine Musiker lieferten im gut, aber nicht voll besetzten Festzelt gemütliche Brotzeitmusik. Rufe nach „Layla“ wurden dem Vernehmen nach dabei nicht laut.

junger Mann in Tracht zapft an, mehrere Leute drumherum
O’zapft is! Zwei Schläge brauchte OB Florian Hartmann, um das erste Fass Augustiner-Bier anzuzapfen. © nb
Festkapelle auf Straße
Die Stadtkapelle bei ihrem Marsch zur Thomawiese, begleitet von Hunderten Schaulustiger.  © Habschied
Frauen mit Mass in der Hand
Schon am Freitagabend herrschte im Festzelt gute Stimmung. © nb

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